Das Top und Flop-Ranking: Platz zwei

Publishing 2008 war für StudiVZ ein Jahr der schlechten Nachrichten: Der Rivale Facebook startete in Deutschland, verklagte zusätzlich die Berliner vor einen kalifornischen Gericht, während Stefan von Holtzbrinck über eine Verkauf der Studenten-Community verhandelte. Dazu schmiss auch noch CEO Markus Riecke seinen Job hin. Immerhin: mit dem erfolgreichen Start von MeinVZ gelang es der VZ-Gruppe den Siegeszug von Wer-kennt-Wen.de zu bremsen. Hier die zweiten Plätze des Top- und Flop-Rankings.

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Flop: Platz 2
StudiVZ

Für die Studenten-Community war 2008 ein Jahr der schlechten Nachrichten. Erst zog sich der Nutzer-Ärger über die Einführung der neuen Geschäftsbedingungen, die der Plattform weitreichende Werberechte einräumte, bis weit in den Januar hinein. Dann ging der große Rivale Facebook endlich auch in Deutschland online, verklagte zusätzlich die Berliner noch vor einem kalifornischen Gericht, während Stefan von Holtzbrinck mit Facebook über einen Verkauf der gesamten VZ-Gruppe (inklusive MeinVZ und SchülerVZ) verhandelte.
Weitere Bad-News folgten: CEO Markus Riecke hörte auf, die verbliebenen Stars der Günderzeit Dennis Bemmann und Michael Brehm gaben bekannt zum Ende des Jahres auszuscheiden und Gründer Ehssan Dariani streitet vor einem Schiedsgericht über ausstehende Millionen-Zahlungen, die noch mit dem StudiVZ-Kauf durch die Verlagsgruppe Holtzbrinck zusammenhängen.
Den statistischen Beweis für das vermurkste Jahr liefert der MEEDIA-Analyzer: Im 12-Monats-Trend zeigt die Kurve ein Klick-Minus von 26 Prozent. Im Vergleich zum November 2007 verlor das Studenten-Netzwerk über ein Viertel seiner Page Impressions und kommt nun auf 3,9 Milliarden Pis. Die Geschäftsführung gibt als Grund für den Klick-Verlust, eine teilweise Umstellungen auf eine neue Ajax-Technologie an.
 

Top: Platz 2
Mein VZ

Im Gegensatz zur Studenten-Community konnte der neueste Ableger der VZ-Familie – allen Unkenrufen zum Trotz – einen beeindruckenden Launch hinlegen. Der MEEDIA-Analyzer zeigt: Innerhalb weniger Monate – also quasi aus dem Stand – kommt MeinVZ auf 1,4 Milliarden Page Impressions und 57 Millionen Visits.
Durch den Start von MeinVZ gelang es dem damaligen VZ-Chef Martin Riecke alle werberelevanten Jahrgänge abzudecken. Um die Schüler kümmert sich SchülerVZ, die Studenten sind bei StudiVZ und der Rest soll sich bei MeinVZ wiederfinden.
Einziger Unterschied zwischen dem Neuling und den anderen VZ-Seiten ist die Grundfarbe: MeinVZ ist orange. Ansonsten sind die Plattformen identisch und bieten dieselben Angebote wie Fotoalben, Pinnwand, Nachrichten-Funktion und den berühmten Button zum „Gruscheln“. Anstelle einer Uni oder Schule geben die MeinVZ-Neueinsteiger ihren Wohnort als Hauptsuchkriterium an.
Eine neue Untersuchung der AGOF zeigt jedoch, dass die Mitglieder-Überschneidungen zwischen den einzelnen VZ-Angeboten sehr hoch sind. Doch ohne den Start des neuen „Volks-Ablegers“ wäre der Siegeszug von Wer-kennt-wen (siehe Morgen) wohl noch größter ausgefallen.
 
>> Platz 3 LinkedIn, Xing
>> Platz 4: Bürgerjournalismus, Qype
>> Platz 5: Ebay-Deutschland, Shopping-Communitys
>> Platz 6: Bild-Leserkamera

>> Platz 7: Video-Stars, Zoomer.de
>> Platz 8: Mister Wong, Schwarzekarte

>> Platz 9: Combots, Ikea

>> Platz 10: „FAZ“, FAZ-Blogs

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