RSF: Internet-Zensur hat 2008 zugenommen

Publishing Zensur und Repression gegen Journalisten verlagern sich von den traditionellen Medien zunehmend gegen Internet-Publikationen und deren Protagonisten. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) in ihrer Jahresbilanz "Press Freedom Round-up 2008". Während weltweit weniger Journalisten ermordet, festgenommen oder tätlich angegriffen wurden als im Jahr zuvor, haben Überwachung, Unterdrückung und Gewalt gegen Journalisten insgesamt zugenommen.

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Ein chinesische Internet-Journalist wurde 2008 von Polizisten erschlagen, 59 Blogger länger als 48 Stunden inhaftiert, 45 wurden Opfer physischer Gewalt. Die Zahlen spiegelten den wachsenden Einfluss des Internets und die zunehmenden Sicherheitsbedürfnisse von Regierungen wider. RSF stellt weiter fest: „Das Internet wird zunehmend zum Schlachtfeld für kritische Bürger und Journalisten, die der Zensur unterworfen werden“.

Bei der Bedrohung der Medien insgesamt waren besonders Journalisten in Südostasien und der Region Maghreb bis Vorderer Orient gefährdet. Weltweit wurden in diesem Jahr 60 Journalisten ermordet, davon fünfzehn im Irak, sieben in Pakistan, sechs in auf den Philippinen. Insgesamt 673 Journalisten wurden länger als 48 Stunden in Polizeihaft genommen.

„Die Zahlen mögen gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sein“, heißt es in dem Bericht, „doch das darf nicht die Tatsache verschleiern, dass Einschüchterung und Zensur sich ausgeweitet haben. Das schließt auch den Westen ein. Und die autoritärsten Regierungen haben mit härterer Hand durchgegriffen“.

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