Aufsichtsbehörde torpediert BBC-Kangaroo

Fernsehen Die britische Competition Commission hat Bedenken gegen die geplante Video-on-Demand-Plattform von BBC Worldwide, "Projekt Kangaroo", angemeldet. In einer vorläufigen Entscheidung teilte die unabhängige britische Wettbewerbs-Aufsichtsbehörde mit, dass das Gemeinschaftsprojekt zweier öffentlich-rechtlicher und eines Privatsenders die wünschenswerte Konkurrenz unter den einzelnen Unternehmen gefährde.

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Die BBC arbeitet gemeinsam mit dem ebenfalls öffentlich-rechtlichen Channel 4 und dem privatfinanzierten ITV an der umfassenden Video-on-Demand-Website. „Kangaroo“ sollte zur zentralen Plattform für Fernsehen im Internet mit mehr als zehntausend Stunden Programm ausgebaut werden.

Bereits vor der Entscheidung der Competition Commission hatte die britische Medien-Aufsichtsbehörde Ofcom prognostiziert, dass die Kosten für Kangaroo die Gewinne bei weitem übersteigen und für die öffenlich-rechtlichen Sender ein Defizit von 240 Millionen Euro errechnet. Eine britische Studie befindet: „Der Markt für Internetvideo-Marketing, von dem die Einnahmen von Kangaroo im wesentlichen abhängen, ist winzig und entwickelt sich nur langsam.“

Eine endgültige Entscheidung zum Projekt Kangaroo wird für Februar kommenden Jahres erwartet.

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