Apple: Wie krank ist Steve Jobs wirklich?

Publishing Wenige Stunden vor Handelsende des Börsenjahres sind neue Gerüchte über den Gesundheitszustand von Steve Jobs aufgetaucht. Das Gadget-Blog Gizmodo will aus gut informierten Quellen erfahren haben, dass der Apple-CEO doch schwerer krank sei als bislang kommuniziert – und deshalb die Keynote der MacWorld Expo abgesagt habe. Ein Dementi folgte umgehend. Die Gerüchte zum Jahresausklang sind indes nicht neu: Bei dünnen Umsätzen schlägt so die Stunde der Spekulanten.

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Es ist der passende Abschluss eines Börsenjahres, das für Apple-Aktionäre zum Vergessen war: Der erste wie der letzte Handelstag 2008 – sie verlaufen im Minus. Als sollte das beherrschende Thema des Jahres 2008 – nämlich die nicht abreißenden Spekulationen um Steve Jobs’ Gesundheit – noch ein letztes Mal auf die Agenda gebracht werden, kochten just kurz vor Jahresende neue Gerüchte über die Verfassung des Apple-Gründers hoch. 

Das weit respektierte Gadget-Blog Gizmodo schockte Anleger heute Abend mit der Meldung, man habe „aus verlässlichen Quellen“ erfahren, dass sich Jobs’ Gesundheit „rapide verschlechtere“. Dies sei der wahre Grund, der hinter dem Verzicht des Apple-CEOs auf die Keynote auf der MacWorld Expo stecke. Apple wolle den Hype um den ikonenhaft verehrten Gründer systematisch zurückfahren, „bevor die unvermeidliche Neuigkeit im Frühjahr“ kommuniziert werde – sein Rücktritt.

CNBC-Tech-Reporter Jim Goldman weist Gerüchte zurück

Obwohl Apple die Gerüchte traditionsgemäß nicht kommentierte, reichten die neuen Spekulationen aus, um Aktionären nochmals den Jahresausklang zu verderben. Die Apple-Aktie, die zuvor bei 88 Dollar um zwei Prozent im Plus notiert hatte, brach binnen weniger Minuten um mehr als 3 Dollar auf 84,72 Dollar ein.

Auch das umgehende Dementi von CNBCs Tech-Reporter Jim Goldman, der Jobs als einer der wenigen Journalisten regelmäßig interviewt, nützte nicht viel – die Aktie  ging bei 86 Dollar leicht im Minus aus dem Handel, während die Wall Street buchstäblich eine letzte Jahresendrallye  hinlegte.

„Soweit wir wissen, geht es Jobs gut“, erklärte Goldman umgehend gegenüber dem Technologieportal  „Alley Insider“. Das vom früheren Internetaktienanalysten  Henry Blodget gegründete Portal wollte die Möglichkeit indes nicht ausschließen, dass tatsächlich Jobs‘ Gesundheit hinter seiner  späten Absage stecken könnte.

Bekanntes Muster: Gerüchte bei dünnen Umsätzen

Für Apple-Aktionäre, die 2008 mir ihren Anteilsscheinen  happige 57 Prozent an Wert einbüßten, ist das Muster indes nicht neu. Immer wieder tauchen kurz vor Jahresende Gerüchte auf, die bei dünnen Umsätzen zu starken Handelsausschlägen führen können und die Aktie auf eine Achterbahnfahrt schicken.

Vor zwei Jahren etwa kamen kurz vor Jahresende Spekulationen auf, Steve Jobs könne im Zuge des Rückdatierungsskandals von Aktienoptionen von der US-Börsenaufsicht SEC zum Rücktritt  gedrängt werden – Gerüchte, die sich als haltlos erwiesen.

Nach dem problematischen Börsenjahr 2008 dürften Apple-Anhänger wohl genau darauf hoffen: dass sich diese Geschichte wiederholt – und sich die Gerüchte mit dem Beginn des neuen Jahres in Schall und Rauch auflösen. Seinerzeit beendete die Aktie bei 85 Dollar das Börsenjahr 2006, um dann im folgenden Jahr mit der Einführung des iPhone auf die historische Marke von 200 Dollar zu klettern. Gegen die Wiederholung dieses Szenarios dürften Apple-Aktionäre nichts haben…

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