G+J dementiert Klage gegen Bertelsmann

Publishing Gruner + Jahr-Sprecher Andreas Knaut hat am Samstag einen Bericht von Focus Online dementiert, wonach der Hamburger Verlag eine Klage gegen Bertelsmann vorbereite. Dabei gehe es laut Focus Online um "Wettbewerbsverstöße" im Zusammenhang mit der Produktion des REWE-Frauenmagazins "Laviva" durch die Gütersloher Medienfabrik, ein Tochterunternehmen von Bertelsmann. Knaut erklärte dazu gegenüber MEEDIA: "Klares Dementi, da ist nichts dran."

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Focus Online beruft sich auf das Protokoll einer Bertelsmann-Vorstandssitzung vom 19. November, bei dem es zu Auseinandersetzungen zwischen G+J-Vorstandschef Bernd Kundrun und Bertelsmann-Managern gekommen sei. Kundrun habe auf das Wettbewerbsverbot gepocht und darauf hingewiesen, dass „Laviva“ eine Konkurrenz für die Frauentitel seines Verlags darstelle. Deshalb bereite sein Haus eine Klage gegen die Gütersloher Konzernmutter vor.
Warum der Vorgang vom vergangenen Monat jetzt in die Öffentlichkeit kommt, ist unklar. Am Hamburger Baumwall weiß man nichts von einer Klage oder den Vorbereitungen dazu. Offenbar hatte Focus Online bei Gruner + Jahr auch nicht nachgefragt. Wie die Nachrichtensite weiter berichtet, habe Kundrun zuletzt bei einer Vorstandssitzung am 18. Dezember größere Investitionen für 2009 beantragt, damit sein Haus die Medienkrise überstehen könne. Damit sei er aber bei Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski „abgeblitzt“. Fünf Tage später erklärte Kundrun seinen Rücktritt aus dem Gremium.

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