Das Top und Flop-Ranking: Platz acht

Publishing Der dritte Tag des MEEDIA-Rankings. Bislang gehörte die „FAZ“ und Combots zu den Verlierern. Die Ikea-Werbekampagne „Warte bis September“ und die FAZ-Blog-Offensive zählten zu den nationalen Gewinnern des vergangenen Jahres. Auf den achten Plätzen landeten nun zwei deutsche Web 2.0-Projekte, die beide in die Kategorie US-Kopie fallen. Bei dem einen Angebot ging es gut. Aus dem Plagiat wurde ein eigenständiges Internet-Angebot, dem es gelang eine unverwechselbare Identität zu entwickeln.

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Flop: Platz 8
Schwarzekarte: So exklusiv, dass immer weniger mitmachen

Vor rund einem Jahr machte das Gerücht auf den Fluren der hamburger „Stern“-Redaktion die Runde, dass sich die beiden Chefredakteure, Thomas Osterkorn und Andreas Petzold, dafür stark machen würden das Social Network Schwarzekarte.de zu kaufen. Damals ein undenkbarer Plan. Es galt noch die Doktrin des „Expand your brand “. Gruner + Jahr-Chef Bernd Kundrun wollte keine Web-Zukäufe. Stattdessen sollten die eigenen Marken wie Stern, Brigitte oder Geo im Internet ausgedehnt werden. Ein Plan, der bislang nur bedingt aufgeht. Darüber hinaus sind die Hamburger mittlerweile sogar bereit in Web-Companys zu investieren.

Der MEEDIA-Analyzer für Schwarzekarte.de

Vor rund einem Jahr war es aber noch nicht so weit: Gruner + Jahr kaufte Schwarzekarte.de nicht – und machte so auch keinen Fehler. Denn das Network aus Köln ist einer der Verlierer des Jahres. Der MEEDIA-Analyzer zeigt: Im November zählte die Community 10 Millionen Klicks und 206.745 Visits. Das macht im Zwölf-Monats-Trend ein Minus von 60 Prozent bei den Page Impressions und sogar von 75 Prozent bei den Besuchern.
Das Alleinstellungsmerkmal der Community ist ihre Exklusivität. Nur wer eingeladen wird, darf rein, alle anderen können noch nicht einmal einen Blick aufs Innenleben des elitären Netzwerkes erhaschen, die Seite bleibt dann schwarz. Damit imitieren die Rheinländer das US-Network asmallworld.net, das so elitär ist, dass sogar Paris Hilton und Brad Pitt zu den Mitgliedern gehören sollen.

Top: Platz 8
Mister Wong: Deutschlands Antwort auf Del.icio.us

Mit ganz anderen Zahlen beeindruckte gerade Mister Wong aus Bremen. Die AGOF-Reichweitenauswertung für das dritte Quartal zeigt, dass der Social Bookmarking-Dienst mittlerweile 2,55 Millionen Nutzer erreicht. Das ist ein Plus von 36,4 Prozent.

Über die Plattform können die Mister Wong- Mitglieder ihre Favoriten mit Schlagwörtern versehen („taggen“), online speichern und jederzeit an jedem Ort nutzen. Interessante Links lassen sich entweder privat sammeln oder mit der Community teilen. Ein Konzept, dass die Bremer vom US-Portal Del.icio.us übernahmen und das in Deutschland aber immer beliebter wird. Aufgrund eines sehr engagierten Community-Managements und einer großen Präsenz bei allen wichtigen deutschen Internet-Veranstaltungen gelang es Mister Wong jedoch schnell das Copycat-Image abzulegen und sich ein eigenes – deutsches – Profil zu erarbeiten.
Ein weiterer Beleg für den Erfolg der Plattform lieferte gerade auch die Yeebase Start-up Top 100. Erster dieser Bestenliste ist Mister Wong.
>> Platz 9: Combots, Ikea
>> Platz 10: „FAZ“, FAZ-Blogs

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