Microsoft: Der Sensenmann kommt

Die Quelle sah nicht besonders vertrauenserweckend aus: „Mini-Microsoft“ nennt sich das Blog, das ausgerechnet mit Googles Webangebot Blogger erstellt wurde und so aussieht wie Tausende andere Hobbyseiten der Web 2-0-Ära. Doch „Mini-Microsoft“ ist nicht irgendein x-beliebiges Blog – und der jüngste Inhalt ist es schon gar nicht: „Wenn Mini von Kündigungen spricht, dann höre ich […]

Werbeanzeige

Die Quelle sah nicht besonders vertrauenserweckend aus: „Mini-Microsoft“ nennt sich das Blog, das ausgerechnet mit Googles Webangebot Blogger erstellt wurde und so aussieht wie Tausende andere Hobbyseiten der Web 2-0-Ära.

Doch „Mini-Microsoft“ ist nicht irgendein x-beliebiges Blog – und der jüngste Inhalt ist es schon gar nicht: „Wenn Mini von Kündigungen spricht, dann höre ich zu“, schreibt Joe Wilcox, der das größte Microsoft-Watchblog betreibt.  

Und Mini-Microsoft sprach nicht erst groß herum: Pünktlich zum Weihnachtsfest („So pour yourself some holiday cheer and dive in“) berichtete das Blog unter Berufung auf interne Microsoft-Quellen, werde es zu Kündigungen kommen.

Stichtag dürfte der 15. Januar werden, um Analysten eine Woche vor der nächsten Quartalsveröffentlichung ruhigzustellen. Die könnte nämlich die erste Verfehlung seit 2000 mit sich bringen, glaubt UBS-Analystin Heather Bellini.

Entsprechend dürfte Microsoft ein Signal an die Wall Street senden wollen,  gegensteuern zu können. „Ich glaube, dass Microsoft eine Antwort hat. Und ich glaube, dass es eine Antwort sein könnte, deren Teil wir nicht alle sein werden“, schreibt ein nicht namentlich genannter Mitarbeiter im Mini-Blog.

Glaubt man der Einschätzung des „Wall Street Journal“-Tech-Reporters John Paczkowski könnten die Kündigungen sogar bis zu 10 Prozent der Microsoft-Belegschaft treffen.

Das wären fast 9.000 Beschäftigte – und die nach AT&T bislang meisten Kündigungen seit Beginn des Börsencrashs im September. Der vom Technologieportal TechCrunch gestartete Layoff-Tracker zählt seit Anfang September 113.226 Entlassungen im Technologiesektor. Auch Google könnte im nächsten Jahr bis zu 15 Prozent der Belegschaft entlassen, mutmaßen Analysten bereits. Fröhliche Weihnachten im erfolgsverwöhnten  Silicon Valley sehen irgendwie anders aus. 

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige