450 Millionen frisches Geld für Premiere

Fernsehen Beim angeschlagenen Bezahl-Kanal Premiere können Manager und Mitarbeiter aufatmen. Mehrheitsaktionär Rupert Murdoch schießt dem Sender 450 Mio. Euro über eine Kapitalerhöhung zu. Nun soll kräftig in Technik, Marketing und Service investiert werden und ab 2011 soll Premiere schwarze Zahlen schreiben. Ohne das Frischgeld wäre Premiere nicht überlebensfähig gewesen. Ganz ohne Gegenleistung rückt Murdoch das Geld aber natürlich nicht raus.

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Bedingung für die Finanzspritze sei, so berichten „Handelsblatt“ und „Financial Times Deutschland“, dass Murdochs News Corp von der Bedingung eines Pflichtangebots bei Überschreitung eines 30 Prozent-Anteils an Premiere befreit werden. Bisher ist News Corp mit 25,01 Prozent beteiligt. Im Klartext heißt das, Murdoch kann künftig seine Beteiligung an Premiere weiter ausbauen, ohne die übrigen Aktionäre auszahlen zu müssen. Für den alten Fuchs kann sich die Investition also durchaus noch lohnen. Der Premiere-Kurs dümpelt wegen der miesen Zahlen derzeit bei deutlich unter fünf Euro.

Für 2008 wird bei Premiere ein Verlust zwischen 40 und 60 Mio. Euro erwartet, 2009 wird ebenfalls noch mit Verlusten gerechnet, 2010 soll die Gewinnschwelle erreicht werden und ab 2011 soll das Geld wieder sprudeln. So die Pläne der Murdoch-Manager.

Noch Mitte des Jahres hatte der damalige Premiere-Chef Michael Börnicke die aberwitzige Zahl von zehn Millionen Abonnenten als Ziel ausgegeben. Kurze Zeit später übernahm Murdoch bei Premiere das Ruder, Börnicke ging und eine Mio. Karteileichen wurden bei den Abonnenten entdeckt. Seitdem führt Murdoch-Mann Mark Williams die Geschäfte bei dem Bezahl-Sender.

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