Warum MEEDIA so klein aussieht

„Warum sehen deutsche Websites eigentlich so klein aus“, habe ich vor einigen Tagen gefragt. Darauf gab es einige interessante Anmerkungen, zum Beispiel von Franziska Schulze von der Berliner Agentur Exozet. Da habe ich mit Freuden gelernt, dass diese großflächige Werbung oben und auf der rechten Seite der Homepage, die ich in meiner Ahnungslosigkeit immer „L-Anzeige“ […]

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„Warum sehen deutsche Websites eigentlich so klein aus“, habe ich vor einigen Tagen gefragt.
Darauf gab es einige interessante Anmerkungen, zum Beispiel von Franziska Schulze von der Berliner Agentur Exozet. Da habe ich mit Freuden gelernt, dass diese großflächige Werbung oben und auf der rechten Seite der Homepage, die ich in meiner Ahnungslosigkeit immer „L-Anzeige“ getauft habe, in Wirklichkeit  „Hockeystick-Banner“ heißt und der europäischen Norm entspricht. Und dass in Europa „fast alle großen Portale in der IAB-Norm“ ausgelegt sein.
Wirklich? Letzteres habe ich nun überhaupt nicht glauben können. Und ich habe mich weiter umgesehen. Zunächst habe ich noch einmal auf dem englischen Markt gesurft. Wo immer ich bei großen Portalen geklickt habe, entdeckte ich Webseiten im amerikanischen Breitformat – ohne „deutsche“ Hockeystick-Banner:

BBC, Guardian, Economist, Telegraph, Yahoo UK, Excite UK

Dann bin ich nach Frankreich gegangen. Auch hier wieder das gleiche Bild. Der User wird von breiten Websites angelacht:

 
Le Monde, Au Feminin, Yahoo France, Paris Match
Nicht anders sieht es in Italien und Spanien aus:

Corriere della Sera, El Mundo
Kann es nicht sein, dass die schmalen Websites und die überdimensionalen Banner nicht vielleicht doch eine sehr deutsche Angelegenheit sind und dass die internationale Entwicklung längst ein Schritt weiter ist?

Gestern mailte uns Benjamin Frick: „Recht lustig ist allerdings, dass MEEDIA auch nicht anders gestaltet ist als die von Ihnen kritisierten deutschen Seiten….Warum widersetzt sich MEEDIA nicht den deutschen Werbestandards und gestaltet die redaktionellen Inhalte großformatiger und bietet den Werbekunden nur kleine Formate an?“

Die Antwort: Wir hatten MEEDIA ursprünglich im internationalen „Breitformat“ konzipiert und auch schon komplett fertig programmiert. Als wir dann Anfang des Jahres voller Stolz unsere Site vor Werbungstreibenden und Agenturen präsentierten, hat man uns mitleidsvoll angelächelt: „Ganz nett. Aber wo sollen wir unsere Standard-Werbeformate unterbringen?“ Kurz, das breite Format hätte uns an entgangener Werbung schnell eine sechsstellige Summe im Jahr gekostet. Deshalb haben wir dann unsere Seite ganz schnell aufs kleinere, übliche Format umgebaut…
Money talks. Blödes Spiel.

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