Unglaublich: Bank „kauft“ ganze Zeitschrift

In Zeiten der Wirtschaftskrise geschehen manchmal Wunder. Wer die frische Ausgabe der Zeitschrift „New York“ (EVT 27. Oktober) in die Hand nimmt, traut seinen Augen nicht. Dort gibt es nur einen einzigen Anzeigenkunden, der hat aber 24 (!) Seiten Anzeigen – quer über das Heft verteilt – gebucht. Und dann ist dieser Anzeigenkunde ausgerechnet noch […]

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In Zeiten der Wirtschaftskrise geschehen manchmal Wunder. Wer die frische Ausgabe der Zeitschrift „New York“ (EVT 27. Oktober) in die Hand nimmt, traut seinen Augen nicht. Dort gibt es nur einen einzigen Anzeigenkunden, der hat aber 24 (!) Seiten Anzeigen – quer über das Heft verteilt – gebucht.

Und dann ist dieser Anzeigenkunde ausgerechnet noch eine Bank, nämlich die englische HSBC, die in den USA mit dem Slogan „The World’s Local Bank“ wirbt.

Wer jetzt denkt, die Banken sind endgültig durchgeknallt: Das schlechte Timing erklärt sich daraus, dass die Werbung schon seit Monaten vorbereitet und offensichtlich nicht mehr zu kündigen war. Aber die HSBC macht aus der Not eine Tugend und verkündet: „Now more than ever before people are reappraising not just how they manage their money, but what’s important to them“.

Über 1 Mio. Dollar dürften
die 24 Seiten Werbung in
der Zeitschrift „New York“
gekostet haben

Dass Werbungstreibende die ganze Ausgabe einer Zeitschrift belegen, ist in den USA durchaus eine übliche Strategie. In den letzten Jahren hat das der Fernsehsender ABC und auch die Target-Verkaufskette praktiziert. Insider schätzten, dass HSBC, deren Aktienkurs die letzten Wochen um 30% gefallen ist, für die 24-Seiten-Werbeseiten über 1 Mio. Dollar bezahlt haben dürfte.

Zu dem ganzen Vorgang passt das – mal wieder ganz starke – Cover von „New York“: „The Manic-Depressive Economy“.

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