Die genialen iPhone-Apps

Ich liebe mein iPhone. Email, Musik, Podcast  – alles prima. Nur vom mobilen Internet bin ich doch ziemlich enttäuscht. Das liegt gar nicht so sehr daran, dass sich die Seiten trotz der neuen UMTS-Anbindung noch immer relativ langsam aufbauen. Das Problem liegt in den Webseiten an sich: Sie sind für einen großen Computer-Bildschirm angelegt und […]

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Ich liebe mein iPhone. Email, Musik, Podcast  – alles prima. Nur vom mobilen Internet bin ich doch ziemlich enttäuscht. Das liegt gar nicht so sehr daran, dass sich die Seiten trotz der neuen UMTS-Anbindung noch immer relativ langsam aufbauen. Das Problem liegt in den Webseiten an sich: Sie sind für einen großen Computer-Bildschirm angelegt und wirken auf dem kleinen iPhone-Screen überfrachtet und unübersichtlich.  
Aber: help ist on the way. Seit ein paar Wochen gibt es im iTunes-Store wunderbare Zusatzprogramme, die in den USA „Apps“ (= Applications) genannt werden. Sie transferieren die Webangebote in eine iphone-gerechte Form.  
Am besten gefällt mir das der „New York Times“. Die „mobile friendly version“ zerlegt das Zeitungs-Angebot in 20 Kapitel – von „Latest News“ über „Business“ bis „Arts“. Alle Stories werden dabei gleich groß angeteasert und sind auch auf dem kleinen Smartphone-Screen problemlos lesbar. Eine simple Applikation, die man vermutlich an einem Nachmittag programmieren kann, aber mit großem Nutzen für die User. Deutschen Zeitungen wie „Spiegel“, „Süddeutsche“ oder „FAZ“ sollten sich das einmal ansehen.  

Gut gefällt mir auch „Newsstand“, ein aufgemotzter RSS-Reader, der von „TechCrunch“ bis „BusinessWeek“ meine RSS-Feeds sammelt. 
Hilfreich für unterwegs sind die Zusatzprogramme von „Yelp“ und „Where to“. Hier erhält man Leserkritiken zu Tausenden von Restaurants, Hotels und Shops. Die Besonderheit: Beide Programme arbeiten mit GPS – in der Apple-Werbesprache „iphone location awareness“ genannt – und bringen Tipps exakt für das Gebiet an, in denen man sich gerade befindet. Genauso funktioniert „Showtimes“: Hier bekommt man die Startzeiten aller Kinofilme in seiner Nähe. 
Als Golfer brauche ich natürlich „Fore“. Nicht, dass ich mir die Anzahl meiner Doppelbogeys pro Runde nicht merken kann, aber wenn man auf einem fremden Platz spielt, bekommt man vor jedem Abschlag das Layout der Bahnen mit exakten Entfernungsangaben angezeigt. Da kann man sich den Caddy sparen. 
Mit meiner Begeisterung für die Zusatzprogramme bin ich nicht alleine. Seit Eröffnung Mitte August dürften inzwischen rund 100 Millionen Apps für das iphone runtergeladen sein.  „I’ve never seen anything like this in my career for software“, sagte Apple-Chef Steve Jobs vor ein paar Wochen gegenüber dem „Wall Street Journal“. Pro Tag nimmt Apple inzwischen über 1 Million Dollar damit ein. 
Über 3000 Programme haben unabhängige Software-Entwickler bereits auf den Markt gebracht.  Das Angebot ist fast unüberschaubar. Es reicht von einer speziellen Facebook-Software bis zu iWik, dem Wikipedia fürs iPhone. Mit „Remote“ kann man zuhause sein iTunes und Apple TV fernsteuern, mit „Brain Challenge“ gegen Alzheimer vorbeugen. Und wer unterwegs mal Durst hat, kann sich an iBeer versuchen. Natürlich gibt es auch jede Menge Spiele wie z.B. „Super Monkey Ball“. 
Jetzt ist die Konkurrenz aufgewacht. In den nächsten Monaten erwartet man in den USA ähnliche Apps-Store von Google und Microsoft. Der Microsoft-Store soll „Skymarket“ heißen, bei Google spricht man vom „Android Marketplace“. Aber darüber demnächst mehr.

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