Der unglaubliche Erfolg vom „Kindle“

Trotz Weihnachtsgeschäft: Der Einzelhandel steckt in einer tiefen Depression. Hierzulande wie auch in den USA. Man muss lange suchen, um dieser Tage eine Erfolgsgeschichte präsentieren zu können. Hier ist eine: der e-Bookreader „Kindle“ ist in den USA - schon wieder - ausverkauft. Damit verpasst Amazon zum zweiten Mal in Folge das lukrative Weihnachtsgeschäft. Verantwortlich für den vorweihnachtlichen Run auf das Lesegerät ist keine Geringere als TV-Star-Moderatorin Oprah Winfrey.

Werbeanzeige

Man muss lange suchen, um dieser Tage eine Erfolgsgeschichte präsentieren zu können. Hier ist eine: der e-Bookreader „Kindle“ ist in den USA – schon wieder –  ausverkauft. Damit verpaßt Amazon zum zweiten Mal in Folge das lukrative Weihnachtsgeschäft. 
Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, ging man bei Amazon eigentlich davon aus, für die Weihnachtssaison genügend Kindle produziert zu haben. Doch dann kam Oprah Winfrey, „the most powerful person in book publishing“. Als sie in ihrer Show den Reader als ihr „favorite new gadget“ pries, war das Gerät innerhalb weniger Tage vergriffen. Und das trotz eines Preises von 359 Dollar. Nicht vor Februar 2009 soll der Kindle jetzt wieder lieferbar sein.  
Allgemein erwartet man, dass Interessenten dann gleich das Nachfolger-Modell erwerben können. Der „Kindle 2.0“ soll vor allem einen größeren und verbesserten Bildschirm haben. Und er soll dünner sein und im Frog-Look daherkommen. Der Fachblog Engadget ist begeistert: „They’ve jumped from Generation One to Generation Four or Five. It just looks better and feels better.“ Und manche wie das Wirtschaftsmagazin BusinessWeek erwarten eine Preisreduzierung auf 249 Dollar. 
Allerdings sind hier in den USA noch längst nicht alle Bücher in e-Form erhältlich.
Bisher haben Kindle-Käufer die Auswahl aus „nur“ 200.000 Titeln. Laut der Association of American Publisher bringen bisher 80 Verlage e-Versionen ihrer Bücher heraus und machen damit rund 5 Mio. Dollar Umsatz – immerhin ein Plus von 77% gegenüber dem Vorjahr. 
In den USA gilt es als ein großes Geheimnis, wie viele Kindles Amazon bisher verkauft hat. Der Versandhändler gibt – untypisch für ein börsennotiertes Unternehmen – keinerlei Stückzahlen für das im letzten Jahr erstmals erschiene Gerät bekannt. Das nährt das Gerücht, daß Amazon bisher nur eine sehr kleine Menge produziert hat. 
In Deutschland war der Kindle ursprünglich schon für August dieses Jahres angekündigt. Vermutlich wurde der Start wegen der Herstellungsprobleme verschoben. So können deutsche Kunden jetzt hoffen, gleich den verbesserten Kindle 2.0 erwerben zu können. Als möglicher Starttermin ist Frühjahr nächsten Jahres im Gespräch.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige