Der überraschende Erfolg von „Hulu“

Fernsehen war gestern, heute ist „Hulu“. Zugegeben, der Name klingt etwas bescheuert, aber das neue Videoportal von Rupert Murdochs News Corp. und NBC Universal hat viele Kritiker Lügen gestraft und ist ein Jahr nach Start in den USA recht erfolgreich. Allein im September wurden dort über 150 Mio. Videos abgerufen. Im Gegensatz zu „YouTube“ zeigt […]

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Fernsehen war gestern, heute ist „Hulu“. Zugegeben, der Name klingt etwas bescheuert, aber das neue Videoportal von Rupert Murdochs News Corp. und NBC Universal hat viele Kritiker Lügen gestraft und ist ein Jahr nach Start in den USA recht erfolgreich. Allein im September wurden dort über 150 Mio. Videos abgerufen.
Im Gegensatz zu „YouTube“ zeigt Hulu keine Amateurvideos, sondern ausschließlich professionellen Premium-Content:

  • TV Serien wie „House“, „The Office“, „Ugly Betty“, „24“ oder „The Simpson“

  • TV Shows wie „The Daily Show with Jon Stewart“ und „The Colbert Report“

Sportübertragungen wie komplette College-Fotball, NBA- und NHL-Spiele und sogar Spielfilme wie „Basic Instinct“ oder „Men in black“. Dieses Angebot gibt es für den Internet-User kostenlos – „in their full and uncut glory“ (USA Today).  Finanziert wird es über Werbung. Für manche Konsumenten ist es so attraktiv, dass sie ihren teuren Fernseh-Kabelanschluß abbestellen und lieber kostenlos im Netz „Hulu“ sehen, wie die „Los Angeles Times“ heute berichtet. 
Neben dem Content gibt es meiner Ansicht nach drei weitere Gründe für den Hulu-Erfolg:

  • die Seite beschränkt sich auf „limited commercial interruptions“. Vor dem Abspielen eines Videos werden kurze Werbebotschaften eingespielt, die aber kaum stören. Im Fernsehen werden die Shows und Filme dagegen alle paar Minuten von relativ langen und nervigen TV-Blöcken unterbrochen

  • die Video-Technik von Hulu ist erstklassig. Nach Meinung von Experten ist Hulu da weiter als die Konkurrenz. Die Bildqualität z.B. deutlich besser als bei YouTube
  • der ganze Aufbau der Seite ist sehr ruhig und übersichtlich gehalten und macht einen besseren Eindruck als z.B. die Mediatheken von ARD oder ZDF

Zwar ist Hulu offiziell nur über eine amerikanische IP-Adresse zu empfangen. Wie man aber auch von Deutschland aus einen Blick auf die Seite werfen kann, zeigen die Kollegen von Netzwelt.

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