Conde Nast vor Mega-Pleite

Im Mediengeschäft redet man ja bekanntlich nicht nett über Mitbewerber, und das ist auch auf der anderen Seite des Atlantiks nicht anders. Insofern sollte man mit gewisser Vorsicht behandeln, was man sich zur  Zeit so in New Yorker Medienkreisen erzählt.  Danach dürfte das im letzten Jahr von Conde Nast in den USA mit großen Ambitionen […]

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Im Mediengeschäft redet man ja bekanntlich nicht nett über Mitbewerber, und das ist auch auf der anderen Seite des Atlantiks nicht anders. Insofern sollte man mit gewisser Vorsicht behandeln, was man sich zur  Zeit so in New Yorker Medienkreisen erzählt. 
Danach dürfte das im letzten Jahr von Conde Nast in den USA mit großen Ambitionen eingeführte Wirtschaftsmagazin „Portfolio“ die nächsten Monate nicht überleben. Längst sei die 100 Mio Dollar-Marke überschritten, die Verluste würden in Wirklichkeit inzwischen schon bei 150 Mio. Dollar (!) liegen. Die Lage im Vertrieb wie im Anzeigengeschäft sei gleichermaßen hoffnungslos. So würden gerade einmal l5% der ausgelieferten Hefte verkauft.  

Außerdem hört man, dass mit der Einstellung von „Portfolio“ der ganze Conde Nast-Konzern „upside down“ gedreht würde. Ein großes Aufräumen und Umstrukturieren würde beginnen und weitere Einstellungen (Deutschland, „Vanity Fair“?) wären wahrscheinlich. 
Wenn „Portfolio“ wirklich scheitern würde, wäre es eine der größten Zeitschriften-Pleiten aller Zeiten. Und ein schwerer Schlag für den inzwischen 80jährigen (!) Conde Nast-Chef S.I. Newhouse, der in der Presse gerne als „shy, rude, awkward – and brilliant“ bezeichnet wird. 

Wie gesagt, es ist alles ein Gerücht. Aber angesichts der schweren Zeiten durchaus glaubhaft…

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