Chip Online: Schon mehr Erlöse als im Print

MEEDIA hatte in den letzten Tagen untersucht, wie weit es erfolgreichen Printmarken gelingt, ihr Werbegeschäft auch im Internet fortzusetzen. Dabei sind wir zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen gekommen: der „Spiegel“ schafft im Internet immerhin 20 Mio. Euro Werbeumsatz, das sind 12 % seiner Print-Werbeerlöse, der „Stern“ nur 7 Mio. Euro (4 %). Nun hat uns ein Leser darauf aufmerksam gemacht, dass „Chip Online“ sehr erfolgreich sei. Tatsächlich generiert die Site höhere Erlöse als der Printtitel.

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MEEDIA hatte in den letzten Tagen untersucht, wie weit es erfolgreichen Printmarken gelingt, ihr Werbegeschäft auch im Internet fortzusetzen. Dabei sind wir zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen gekommen: der „Spiegel“ schafft im Internet immerhin 20 Mio. Euro Werbeumsatz, das sind 12 % seiner Print-Werbeerlöse, der „Stern“ nur 7 Mio. Euro, das entspricht 4 % der Print-Werbeumsätze. Nun hat uns ein Leser darauf aufmerksam gemacht, dass Chip Online sehr erfolgreich sei.

Wir haben uns deshalb etwas näher mit dem Computer-Magazin befasst, das seit Ende 2007 zu 100 % zu Hubert Burda Media gehört und in 17 Ländern Europas und Asiens herausgegeben wird. 
Zunächst muß man wissen, daß unter der Chip Holding GmbH die Bereiche Print und Internet gesellschaftsrechtlich getrennt sind: 

– Die CHIP Communications GmbH, die das Magazin CHIP sowie Line Extensions und Sonderpublikationen in Print erstellt.
–  Die CHIP Xonio Online GmbH, die als reines Online-Unternehmen CHIP Online, Xonio.com und Download CHIP.eu betreibt.  

Laut Geschäftsführer Mathias Plica hat die CHIP Xonio Online GmbH, deren Hauptumsätze von Chip Online kommen, schon im letzten Jahr 9,1 Mio. Euro mit Onlinewerbung erzielt. In diesem Jahr soll das Wachstum knapp zweistellig sein, dürfte also um die 10 Mio. Euro betragen. 
MEEDIA schätzt das Printmagazin auf 8,5 Mio. Werbeerlöse. Plica sagt, dass die Online-Tochter knapp über den Werbeerlösen der Printmagazins liegt und geht davon aus, daß „Chip“ bei dem Prozess der Digitalisierung „Deutschlands führende Medienmarke“ sei. 
Der Online-Erfolg von „Chip“ deckt sich mit den Erfahrungen in den USA. Auch hier agieren Computer-Magazine wie „PC World“ sehr erfolgreich im Internet. Das Vorbild aller dieser Sites ist das C’NET Network, das über 400 Millionen Dollar Umsatz macht und inzwischen zu CBS gehört. 
Interessant ist, dass CHIP damit erfolgreich geworden ist, indem man Print und Online klar getrennt hat und im Gesamthaus keine Angst vor Kannibalisierung zu herrschen scheint.

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