Black Friday: Die große Web-Rabatt-Schlacht

Einen Tag nach Thanksgiving, dem amerikanischen Erntedankfest, befinden sich die USA im Rabatt-Rausch. Der Tag ist traditionell der "Black Friday", an dem Einzelhändler und Online-Shops Kunden mit fetten Rabatten ködern. In diesem Jahr steht der Auftakt des Weihnachts-Shopping unter keinem guten Stern. Im November sind die Online-Verkäufe in den USA laut Comscore um vier Prozent zurückgegangen. Einige Black-Friday-Schnäppchen gibt es auch für Deutsche. Zum Beispiel im Onlinestore von Apple.

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Einen Tag nach Thanksgiving, dem amerikanischen Erntedankfest, befinden sich die USA im Rabatt-Rausch. Der Tag ist traditionell der „Black Friday“, an dem Einzelhändler und Online-Shops Kunden mit fetten Rabatten ködern. In diesem Jahr steht der Auftakt des Weihnachts-Shopping unter keinem guten Stern. Im November sind die Online-Verkäufe in den USA laut Comscore um vier Prozent zurückgegangen. Einige Black-Friday-Schnäppchen gibt es auch für Deutsche. Zum Beispiel im Onlinestore von Apple.

Gestern war in den USA einer der wichtigsten Feiertage des Jahres, „Thanksgiving“, das amerikanische Erntedankfest. Und heute folgt „Black Friday“, der große Shopping-Tag für die ganze Familie, der für den Einzelhandel den Beginn der Weihnachtssaison einläutet.  
Warum dieser Tag, an dem die meisten Amerikaner noch Urlaub haben, nun als „schwarzer Freitag“ bezeichnet wird, dafür gibt es unterschiedliche Erklärungen. Manche sagen, an diesem Freitag wären die Straßen so voll, dass man nur schwarze Menschenmassen sehen würde. Andere sagen, die Geschäfte würden an diesem Tag mit Sicherheit schwarze Zahlen schreiben. Oder die Händler würden vom vielen Geldzählen schwarze Hände bekommen.  

Wie auch immer, „Black Friday“ ist traditionell einer der umsatzstärksten Tage des Jahres und gilt als wichtigster Indikator für den Handel, wie die bevorstehende Weihnachtssaison laufen wird. 
Nicht sonderlich gut, kann man wohl heute schon sagen. Wohin man guckt, sieht man halbleere Geschäfte und gigantische „Sales“-Zeichen. Die Rezession schlägt hier in den USA voll durch. Analysten schätzen, dass die Umsätze vor Weihnachten um 30% einbrechen werden. Und selbst der Online-Verkauf, der eigentlich Jahr für Jahr sichere Zuwächse um die 20% brachte, ist schlecht angelaufen. Während der ersten 23 Tage im November, berichtet das Marktforschungs-Institut Comscore, sind die Internet-Shopping-Verkäufe um 4% zurückgegangen. Zum ersten Mal in der zehnjährigen Geschichte des E-Commerce ist damit der Trend rückläufig.  
Die Internet-Händler „have been caught flatfooted“, berichtet „BusinessWeek“. „The online selling season this Christmas looks to be the historic worst by a mile“, sagt ComScore-Chairman Gian Fulgoni.  

So ist es kein Wunder, dass an diesem Freitag heftig mit Rabatten geworben wird, vor allem auch im Internet. So bietet der Computerhersteller Dell z.B. auf seine PCs und Laptops Nachlässe von über 300 Dollar. Kaufhäuser wie Amazon haben spezielle „Black Friday Deals“ im Angebot, bei denen man teilweise über 50% spart. Und selbst bei Apple bekommt man heute 24 Stunden lang vergünstigte MacBooks und iPhones, übrigens auch im deutschen Online-Store. Eine Übersicht findet man auf der Seite „Black Friday 2008“. Hier sind 18 große US-Handelsketten und ihre Rabatte aufgeführt. 
Zu der Schnäppchen-Jagd der Amerikaner passt ein Bericht der New York Times, wonach im Internet sog. Coupon-Sites immer beliebter werden. Hier erhält man für bestimmte Produkte und Geschäfte Gutscheincodes, die „Referral“ oder ein „Secret Coupon Code“ genannt werden und auf die man dann beim Kauf teilweise erhebliche Rabatte bekommt. Diese Seiten heißen RetailMeNot, FatWallet und Budget Fashionista.  
Aufgrund dieser Entwicklung rechnet man in den USA damit, dass viele Geschäfte und auch Internet-Händler in den nächsten Monaten große Probleme bekommen. 2009 dürfte – offline wie online – ein Jahr der Pleiten werden.

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