RIM: Sturm auf neue Blackberrys

Publishing Balsam für leidgeprüfte Technologie-Anleger: Research in Motion (RIM), der Hersteller der beliebten Blackberry-Handys, hat nach Handelsschluss ein Ergebnis vorgelegt, das die schlimmsten Befürchtungen nicht bestätigte. Wirklich überzeugend fiel der Ausblick auf das laufende Quartal aus: RIM wird deutlich mehr umsetzen als von Analysten prognostiziert. Maßgeblichen Anteil hat daran der neueingeführte iPhone-Killer "Storm", der sich "deutlich schneller als erwartet" verkauft.

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Erleichterung nach Handelsschluss: Mitten in der tiefsten Rezession seit Jahrzehnten, in der Technologie-Unternehmen vermeintlich genauso vom konjunkturellen Abschwung getroffen werden wie die traditionellen Wirtschaftsindustrien, kann der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) ein respektables Ergebnis verkünden. Das kanadische Unternehmen gab im nachbörslichen Handel an der Wall Street eine Quartalsbilanz im Rahmen der Erwartungen bekannt.

So konnte RIMs Co-CEO Jim Balsille im gerade abgelaufenen dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 eine Umsatzsteigerung von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 2,78 Milliarden Dollar bekanntgeben. RIM konnte dabei im Dreimonatszeitraum September bis Ende November beachtliche 6,7 Millionen Blackberrys absetzen.  

Starker Ausblick: Bis zu 500 Millionen Dollar mehr Umsatz erwartet

Die Gewinne kletterten dagegen nur um 7 Prozent auf 396 Millionen Dollar bzw. auf 477 Millionen Dollar ohne Abschreibungen. Das entspricht 83 Cent je Aktie – exakt jener Betrag, mit dem Analysten nach der reduzierten Ergebnisprognose zu Monatsbeginn gerechnet hatten.

Deutlich mehr Optimismus versprühte RIM dagegen bei Ausblick auf das laufende Quartal. Statt der erwarteten Umsätze von 2,99 Milliarden Dollar will der an der Technologiebörse Nasdaq gelistete Smartphone-Anbieter im Ende Februar zu Ende gehenden Berichtszeitraum nun zwischen 3,3 und 3,5 Milliarden Dollar umsetzen.

RIM-CEO: „Unser bester Start in die Weihnachtssaison“

Auch die Erträge dürften im vierten Quartal um einiges höher ausfallen als zuvor erwartetet. So taxiert Balsille den Gewinn je Aktie nun auf 83 bis 91 Cent – also auf im Schnitt 87 Cent – je Aktie, während die Wall Street mit lediglich 83 Dollar je Aktie gerechnet hatte. Das entspricht einer enormen Wachstumsrate von 75 bis 85 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

„Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir mit starken Momentum in das vierte Quartal gestartet. Tatsächlich ist es unser bester Start in die Weihnachtssaison“, freute sich Co-CEO Jim Balsillie.

Hohe Nachfrage: iPhone-Killer Storm verkauft sich „exzeptionell gut“

Maßgeblichen Anteil daran hat nicht zuletzt das Debüt der neueingeführten Modelle „Bold“ und „Storm“. Vor allem der als iPhone-Killer ins Rennen geschickte „Storm“ verkaufe  sich „exzeptionell gut“ und erlebe eine „noch stärker als erwartete Nachfrage“. Tatsächlich ist sie so hoch, dass Mobilfunkpartner Verizon nicht mehr mit den Lieferungen nachkomme.
Aktionäre würdigten die guten Nachrichten aus dem kanadischen Ontario nachbörslich allerdings nur mit einem moderaten Aufschlag von knapp 1 Prozent auf 38,70 Dollar. Zu Jahresbeginn hatten die Papiere von RIM noch bei 113 Dollar notiert.

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