Morgenpost Online: der AGOF-Shootingstar

Publishing Die Schlagzeilen zu den neuen AGOF-Zahlen gehörten den großen News-Anbietern. Doch gemessen am prozentualen Zuwachs können alle nicht mit einem regionalen Anbieter mithalten. Die Website der „Berliner Morgenpost“ ist der Shootingstar der aktuellen Reichweitenstudie. Mit 700.000 Unique Usern steigerte das Hauptstadt-Portal seine Nutzerzahl um 75 Prozent. Das ist umso bemerkenswerter, als Berlin einer der wichtigsten wie schwierigsten regionalen Märkte der Republik ist - und Folge gezielter Optimierung.

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Die Schlagzeilen zu den neuen AGOF-Zahlen gehörten den großen News-Anbietern. Doch gemessen am prozentualen Zuwachs können alle nicht mit einem regionalen Anbieter mithalten. Die Website der „Berliner Morgenpost“ ist der Shootingstar der aktuellen Reichweitenstudie. Mit 700.000 Unique Usern steigerte das Hauptstadt-Portal seine Nutzerzahl um 75 Prozent. Das ist umso bemerkenswerter, als Berlin einer der wichtigsten wie schwierigsten regionalen Märkte der Republik. Eine ganze Reihe von News-Sites wirbt um die Aufmerksamkeit der Leser, hinzu kommen unzählige lokale Angebote.
Vieles von dem, was sich in den vergangenen Jahren bei der „Morgenpost“ entwickelte, hat Modellcharakter für den gesamten deutschen Zeitungsmarkt. Morgenpost Online profitiert von der schon vor sieben Jahren angelegten engen Zusammenarbeit mit der Welt-Gruppe. Und sicherlich hat die dort betriebene Google-Optimierung einen Anteil an den beeindruckenden Zahlen. Viel wichtiger aber ist, dass der Printtitel und die Website unter Chefredakteur Carsten Erdmann, einem engagierten Blattmacher mit bemerkenswertem Instinkt für die Interessen der Leser, konsequent auf die regionalen Stärken getrimmt wurden.
Diese Effizienz beginnt sich auszuzahlen. Morgenpost Online nutzt die Möglichkeiten des Internets intelligenter als die Rivalen, die im Netz weitgehend am Zeitungsdenken festhalten. Und wenn anderswo der redaktionelle Aufwand und damit auch das Angebot zurückgefahren werden, so baute man es beim Springer-Titel mit journalistischen Videos noch aus.
 Für alle, die der Konkurrenzvergleich im Hauptstadt-Web im Einzelnen interessiert, hier die Fakten, die mein Kollege Jens Schröder zusammengestellt hat:
Die „Berliner Morgenpost“ legt seit Mitte des Jahres kontinuierlich zu. Bis dahin hatte sie bei der IVW noch nie die 2-Millionen-Hürde bei den Visits übertroffen, seit Juli immer und im November mit 3,12 Mio. sogar erstmals die 3-Millionen-Hürde. Ähnlich das Bild bei den Page Impressions: Von maximal 16 Mio. ging es auf 24 Mio. hinauf. Bei der AGOF, bei der ja bekanntlich erst die Zahlen von Juli bis September vorliegen, hat die Website mit 0,70 Mio. Unique Usern einen neuen Rekord aufgestellt und den alten (0,54 Mio.) deutlich übertroffen.
Bei tagesspiegel.de sieht es deutlich schlechter aus. Bis Mai 2007 lief dort eigentlich alles ganz gut – zuletzt mit Zahlen von 4 Mio. Visits und 22 Mio. PIs. Doch dann kam der Relaunch, der alles zunichte gemacht hat und für einen Absturz gesorgt hat. Von zunächst nichtmal mehr 2 Mio. Visits ging es nur sehr schwerfällig im Laufe der Monate auf nunmehr 3,04 Mio. Visits hinauf. Damit liegt man nun aber hinter der Morgenpost. Bei der AGOF liegt man mit 0,87 Mio. Visits zwar noch klar vor der Morgenpost, damit aber auch weit unter dem Rekordwert von 1,20 Mio. im ersten Quartal 2007.
Die „Berliner Zeitung“ wird nicht getrennt ausgewiesen, sondern nur gemeinsam mit „Berliner Kurier“, etc. als „BerlinOnline“. Für dieses Konglomerat ging es bei der IVW bis Januar 2008 stetig bergauf – bis auf immerhin 2,6 Mio. Visits und 25,3 Mio. PIs, seitdem bröckeln die Zahlen aber Monat für Monat ab. Aktueller Stand: 2,4 Mio. Visits und 19,1 Mio. PIs. Bei der AGOF gab es nun immerhin einen neuen Rekord – 1,04 Mio. Unique Visitors. Der direkte Vergleich mit Morgenpost und Tagesspiegel ist aber wegen der nicht getrennten Ausweisung der einzelnen BerlinOnline-Websites schwierig.

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