Monica Lierhaus: Cash-Queen der ARD

Fernsehen Laut „Spiegel“ will die ARD die Sport-Journalistin Monica Lierhaus mit einem Rekord-Entgelt im Senderverbund halten. Ihr neuer Vertrag, der ab Sommer 2009 läuft, soll pro Jahr 875.000 Euro wert sein. Neben Honoraren sollen in der Summe auch Produktionskosten enthalten sein. Laut Presseberichten wollte der Privatsender Sat.1 Lierhaus für eine Million Euro pro Jahr abwerben. Lierhaus würde damit deutlich mehr Geld bekommen, als Claus Kleber beim ZDF, dessen Entgelt künftig verdoppelt wurde.

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Wenn ein öffentlich-rechtlicher Star mit einem privaten Medienunternehmen verhandelt – Kleber war als „Spiegel“-Chefredakteur im Gespräch – dann öffnen die Intendanten großherzig das Gebührensäckel. Laut mehreren übereinstimmenden Berichten soll Kleber beim ZDF künftig auf ein Jahressalär von rund 600.000 Euro kommen. Weil solche Summen beim ZDF das normale Gehaltsgefüge sprengen würden (ZDF-Intendant Markus Schächter soll rund 250.000 Euro im Jahr verdienen), musste Kleber die Redaktionsleitung beim „heute journal“ niederlegen und künftig auf eigene, hohe, Rechnung arbeiten. In solchen Fällen ist es dann üblich, dass Teile des Salärs als Honorar, andere Teile als Produktionskosten gezahlt werden. Auf diese Weise können die Sender-Verantwortlichen ohne zu lügen behaupten, dass die Honorare weit unter den kolportierten Rekordsummen liegen.

„Tagesthemen“-Moderator Tom Buhrow, ebenfalls ein Aushängeschild der ARD, soll laut Branchenkennern auf um die 300.000 Euro Jahresverdienst kommen. Das wäre weniger als die Hälfte des neuen Vertragsvolumens von Monica Lierhaus. Dabei ist gar nicht sicher, ob Lierhaus von Sat.1 tatsächlich die Mio-Gage zugesagt bekam. Der Privatsender hatte stets dementiert mit der Reporterin, die bei Sat.1 ihre Karriere startete, zu verhandeln. Laut „Spiegel“ habe Lierhaus selbst von Sat.1 die Milliionen-Gage gefordert, der Sender sei aber nie bereit gewesen die Summe zu zahlen.

Unter Vertrag ist Lierhaus bei der ARD-Anstalt NDR, wo sie auch den „Sportclub“ moderiert. Wichtig für die ARD ist sie aber vor allem als Sendergesicht bei Großveranstaltungen wie internationalen Fußballturnieren oder Olympischen Spielen. Ob der ARD-Weihnachtsmann Monica Lierhaus wirklich so reich beschert, ist allerdings noch nicht endgültig. Unterschrieben sei der neue Vertrag noch nicht, schreibt der „Spiegel“.

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