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Venture Capital: Darwinismus 2.0

Düstere Aussichten für Start-ups: Wie der Branchenverband National Venture Capital Association (NVCA) in seiner jährlichen Umfrage ermittelte, ist im nächsten Jahr mit einem massiven Einbruch auf dem Markt für Risikokapital zu rechnen. Nicht nur, dass Wagnisfonds mit deutlich mehr Mittelabflüssen rechnen müssen – auch die massiv eingebrochenen Aktienmärkte dürften zumindest bis 2010 nicht als Exitkanal zur Verfügung stehen. Stattdessen dürfte mehr Kapital in bereits etablierte Business-Modelle fließen.

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Es geht um Ganze. „Für die Risikokapital-Industrie wird 2009 ein Jahr des Abwartens, während der wirtschaftliche Einbruch ziemlich darwinistische Veränderungen hervorbringt“, erklärt der Präsident des Branchenverbands National Venture Capital Association (NVCA), Mark Heesen. „Die Rezession und ein brachliegender Markt für Börsengänge werden auf Geldgeber einen immensen Druck ausüben, um den Gürtel enger zu schnallen.“

Die NVCA hat eine Umfrage unter 400 Risikokapitalgebern in den USA zwischen dem 24. November und 12. Dezember durchgeführt. Ergebnis: Überwältigende 96 Prozent der befragten Venture Capital-Unternehmen  sagen voraus, dass im nächsten Jahr weniger frisches Geld aufnehmen zu können. Während nur 18 Prozent bereits im nächsten Jahr mit einer Wiederbelebung des Marktes für Neuemissionen (IPOs) rechnen, gehen 72 Prozent davon aus, dass an der Börse vor 2010 für Startups kein Kapital durch IPOs zu erlösen sei.

Hoffnungsschimmer: „ Gute Ideen werden weiter Finanzierungen bekommen“

„Wir werden höchstwahrscheinlich einen Rückgang an Neuinvestments sehen, während Venture Capitalists ihre Aufmerksamkeit bereits etablierten Unternehmen zuwenden“, glaubt Mark Heesen.

Dennoch gibt der Branchenpräsident der angeschlagenenen Technologiebranche auch noch ein wenig hoffnungsvolle Worte mit auf den Weg: „Viele VCs werden trotzdem im fallenden Markt investieren, wenn die Preise und Konkurrenz kleiner sind. Es gibt keine Rezession an Innovationen. Gute Ideen werden weiter Finanzierungen bekommen.“  

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