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Berliner Verlag: Streit über Online-Strategie

Im Berliner Verlag herrscht weiter Unruhe: Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, wollen die Mitarbeiter der „Berliner Zeitung“ noch in dieser Woche darüber informiert werden, wie die künftige Online-Strategie aussehen soll. In einer Resolution an Chefredakteur Josef Depenbrock, der gleichzeitig Geschäftsführer der BV Deutsche Zeitungsholding ist, fordern sie Aufklärung darüber, welche Konsequenzen die Sparmaßnahmen bei der „Netzeitung“ und der „Berliner Zeitung“ für die Redaktion haben.

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Ab Januar wird die „Netzeitung“ mit acht Redakteuren auskommen müssen. Allen 15 freien Mitarbeitern wurde aus Kostengründen gekündigt. Für Deutschlands erste ausschließlich im Internet erscheinende Zeitung bedeutet das einen harten Einschnitt: Die verbleibenden Redakteure werden weniger Zeit haben, eigene Autorenstücke zu schreiben. Josef Depenbrock will die Lücke angeblich schließen, indem mehr Texte aus der „Berliner Zeitung“ für die Netzeitung verwenden werden. Das wollen die Redakteure verhindern. Die Rechte für eine solche Verwertung seien vertraglich nicht geregelt, heißt es.

Für Unruhe hatte auch gesorgt, dass Verträge von freien Mitarbeitern, die den Online-Auftritt der Zeitung mitbetreuten, nicht verlängert wurden – obwohl der britische Finanzinvestor David Montgomery, der die Holding mit „Berliner Zeitung“ und Netzeitung unter seiner Mecom-Gruppe versammelt hat, gerne den Vorrang des Internets vor Print predigt. Aber anscheinend haben die rigiden Sparmaßnahmen in der verschuldeten Mecom-Gruppe höhere Priorität als eine Online-Strategie.

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