Journalistenschulen in Bedrängnis

Das Fortbestehen der Berliner Journalisten Schule (BJS) im nächsten Jahr ist ungewiss. Nach einem Bericht des „Tagesspiegel“ fehlen der BJS 140.000 Euro im Budget. Auch die Evangelische Journalistenschule, die zum Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) gehört, steckt in Schwierigkeiten. Ihr laufen die Dozenten weg, seit die Lehranstalt versucht, sich neu auszurichten.

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Die  Schule will künftig eine „protestantische Elite“ ausbilden, die „stärker als bislang mit den überregionalen und landeskirchlichen Medien der evangelischen Publizistik“ zusammenarbeiten soll, heißt es in einem GEP-Bericht. Fünf Mentoren sind daraufhin zurückgetreten, da sie nicht an einer „Bekenntnis-Schule“ lehren möchten, die mit ihrer Ausbildung eindimensional auf kirchliche Medien ausgerichtet ist.

Die finanziellen Probleme der BJS sind über die auslaufenden Fördermittel zu erklären. Von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft und dem Europäischen Sozialfond wurde die Lehranstalt 2008 mit 140.000 Euro unterstützt. Diese Mittel werden im nächsten Jahr fehlen. Auch die Förderung durch den Deutschen Journalisten-Verband wird eingestellt. Als einzige Einnahmequelle bleibt der BJS damit nur der hauseigene Seminarbetrieb.

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