Facebook: Die Entzauberung des Mark Zuckerberg

Alles andere als eine schöne Bescherung in Palo Alto:  Facebook, die eigentliche Web 2.0-Erfolgsstory des Jahres, bekommt durch die Finanzmarktkrise immer kräftigeren Gegenwind. Mit 15 Milliarden Dollar wurde das Super-Start-up Ende vergangenen Jahres auf Basis des Microsoft-Deals noch bewertet – rein rechnerisch, keine Frage. Drei Milliarden Dollar war Mark Zuckerberg, das Wunderkind 2.0, damit plötzlich […]

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Alles andere als eine schöne Bescherung in Palo Alto:  Facebook, die eigentliche Web 2.0-Erfolgsstory des Jahres, bekommt durch die Finanzmarktkrise immer kräftigeren Gegenwind.

Mit 15 Milliarden Dollar wurde das Super-Start-up Ende vergangenen Jahres auf Basis des Microsoft-Deals noch bewertet – rein rechnerisch, keine Frage. Drei Milliarden Dollar war Mark Zuckerberg, das Wunderkind 2.0, damit plötzlich über Nacht schwer – und zählte nach Forbes-Magazin schon zu den Tausend reichsten Menschen der Welt.

Was für ein Unterschied ein Jahr machen kann: Gerade 1,3 Milliarden Dollar sind noch von der – virtuellen – 15 Milliarden-Bewertung übrig geblieben, rechnet Valleywag vor – nicht einmal mehr als ein Zehntel also. Mark Zuckerbergs Vermögen ist damit auf 260 Millionen Dollar geschrumpft – Milliardär, a.d.

Das klingt nach einem brutalen dramatischen Absturz und geplatzten Lebensträumen. Doch weder das eine noch das andere stimmt. Facebook war die rechnerischen 15 Milliarden Dollar nie wert, da Microsoft nie das ganze Unternehmen hätte übernehmen müssen, um seine Interessen durchzusetzen.

Gemessen am Umsatz von nicht mal 300 Millionen Dollar bei noch immer keinen erkennbaren Gewinnen wäre eine solche Bewertung auch mitten in der größten Technologie-Hausse  noch vor einem Jahr zu erzielen gewesen.

Sind die 1,3 Milliarden Dollar, mit denen Facebook-Mitarbeiteraktien außerbörslich nun den Besitzer wechseln, nun angemessen? Seriös ist ein realistischer Unternehmenswert dieser Tage kaum zu taxieren, zumal bisher jeglicher Nachweis der Profitabilität fehlt. Aber das ist in dieser Phase des Unternehmenswachstums auch nicht das primäre Ziel des Startups, wie Mark Zuckerberg immer wieder deutlich gemacht hat.

Facebook ist das ultimative Social Network der Web 2.0-Ära – es IST das Web 2.0. Das Angebot wird bleiben und wachsen – so oder so. Die Frage ist nur: ob aus eigener Kraft oder nach einer Übernahme. 120 Millionen User liegen nicht falsch.

Zu einem gewissen Teil jedoch vielleicht der omnipräsente Firmengründer. Hätten Zuckerberg  und seine Partner mehr Anteile verkaufen sollen? Natürlich – nämlich zu Preisen, die sie in den nächsten zwei bis drei Jahren nicht sehen werden.

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