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Verdacht: „Apotheken Umschau“ verkauft Beiträge

Während der Recherche für eine Dokumentation über Pharma-Unternehmen stießen die ZDF-Reporter Christian Esser und Astrid Randerath auf einen faustdicken Skandal bei der "Apotheken Umschau". Als Scheinfirma getarnt versuchten sie mit einem ausgedachten Medikament Anzeigen in Magazinen zu schalten. Nach Recherchen der beiden Redakteure könnte mancher Bericht in der "Apotheken Umschau" gekauft sein.

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Eine Anzeigenberaterin versprach ihnen redaktionelle Berichterstattung, falls sie eine Anzeige schalten. „Wenn ihr Medikament was Neues ist, dann mache ich die Redaktion darauf aufmerksam und die Redakteure schreiben dann was dazu. Aber ich sag ganz ehrlich, dass das nur gemacht wird, wenn Sie tatsächlich eine Anzeige schalten. Das ist dann der Deal. Eine vierfarbige Seite beispielsweise kostet in der `Apotheken Umschau` 57.470 Euro. Wir würden Ihnen aber dann ein Paket schnüren“, ließ die eifrige Anzeigenverkäuferin verlauten.

Doch damit nicht genug: „Das ist kein Problem. Ich weiß, dass die Firma ‚Pfizer‘ auch schon mal mit ihren Meinungsführern zum Redaktionsgespräch bei uns war. Das war ein super Gespräch. Und später gab es dann einen dementsprechend positiven Artikel.“ Die Apothekenumschau wird vom „Wort & Bild Verlag“ herausgegeben und erreicht zweimal monatlich rund 20 Millionen Leser.

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