Yahoo: Jerrys traurige letzte Worte

Wenn alles gesagt und getan ist und das Unvermeidliche – nämlich die Übermittlung des Kündigungsschreibens – bevorsteht, schlägt die Stunde der leisen, taktvollen Töne. Bei Jerry Yang, selbst bald ein gestutzter Yahoo, dem der Job als CEO abhanden kommen wird, klingt das anlässlich der Trennung von 1500 Mitarbeitern  so: „yahoos, today, most of our layoffs […]

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Wenn alles gesagt und getan ist und das Unvermeidliche – nämlich die Übermittlung des Kündigungsschreibens – bevorsteht, schlägt die Stunde der leisen, taktvollen Töne. Bei Jerry Yang, selbst bald ein gestutzter Yahoo, dem der Job als CEO abhanden kommen wird, klingt das anlässlich der Trennung von 1500 Mitarbeitern  so:

„yahoos,

today, most of our layoffs in the US are happening, and they’ve been underway in other regions around the world.

this is a tough time for all of us and i wanted to take a moment to reach out to you.“

„saying goodbye to colleagues and friends is never easy.  they all are dedicated members of our yahoo! family, who worked beside us and shared our passion.

but as you all know, we must take actions to better perform in today’s turbulent global economy.  while we’ve found efficiencies in many parts of our business, laying off employees is unfortunately unavoidable.  our difficult decision to let colleagues go reflects the changes we’re having to make to better align costs with revenues – something businesses in virtually every sector are also having to do.“

„for those who are affected by these layoffs, i am extremely grateful for your contributions to yahoo!.  we realize the impact this will have on you.  that’s why, consistent with our past practices, we’re making every effort to support you with severance packages and other services.

the reductions we’re making are very hard, but they are also very necessary – as we focus on the long-term health of our business.  to those who are leaving us, i extend my heartfelt thanks on behalf of yahoos everywhere – you will be missed.

thanks,
jerry“

Von den Entlassungen als Maßnahme zur Gesundung des eigenen Geschäfts ist also die Rede – in Fastenratgebern wird gern von „weniger ist mehr“ gesprochen. Was für ein Euphemismus! Traurig genug: Damit dürfte es nicht getan sein. Wie die „New York Times“ berichtet, gibt es bei Yahoo offenbar längst Planspiele für die nächste Kündigungsrunde.

Während sich die frisch gefeuerten US-Yahoos unterdessen bei Twitter den Frust von der Seele schreiben, ist auch Europa betroffen. So werden die Büros in Hamburg, Düsseldorf, Stockholm, Amsterdam, Oslo, und Kopenhagen geschlossen.

Großaktionär Ivory Investments drängt unterdessen auf eine Wiederaufnahme der Gespräche mit Microsoft. In einem Brief an den Aufsichtsrat pries Ivory-Partner Curtis Macnguyen den Mehrwert für Aktionäre an. „Wir glauben, dass der Deal Yahoo-Aktionären 24 bis 29 Dollar pro Aktie einbringen könnte“, präzisierte Ivory gestern seine Bemühungen.

Entspannte – geschweige denn: fröhliche – Weihnachten in Sunnyvale sehen irgendwie anders aus…

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