Kaufda.de: Angriff auf die Werbeblättchen

Es geht Schlag auf Schlag: Immer mehr Web-Start-ups attackieren die verbliebenen Print-Bastionen. Seit gestern konkurriert das Trauerportal Unserelieben.de mit den Regionalzeitungen um die lukrativen Todesanzeigen. KaufDa wiederum will den profitablen Markt der Werbeblättchen umkrempeln. Dazu gelang den vier Gründern ein echter Coup. Sie überzeugten die drei Investoren-Stars Stefan Glänzer (Last.fm), Stephan Schubert (OnVista-Gründer), sowie Michael Brehm (StudiVZ).

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Es geht Schlag auf Schlag: Immer mehr Web-Start-ups attackieren die verbliebenen Print-Bastionen. Seit gestern konkurriert das Trauerportal Unserelieben.de mit den Regionalzeitungen um die lukrativen Todesanzeigen. KaufDa wiederum will den profitablen Markt der Werbeblättchen umkrempeln. Dazu gelang den vier Gründern ein echter Coup. Sie überzeugten die drei Investoren-Stars Stefan Glänzer (Last.fm), Stephan Schubert (OnVista-Gründer), sowie Michael Brehm (StudiVZ).

“Auf kaufda.de finden Verbraucher erstmals deutschlandweit zentral auf einer Plattform die besten Angebote der regionalen Geschäfte vor ihrer Haustür”, sagt Gründer Christian Gaiser gegenüber MEEDIA. Konkret heißt das: Die Kaufda-Webseite will alle Werbebeilagen und Prospekte aus Tageszeitungen und Postwurfsendungen zeigen, sortiert nach Städten oder Produkt-Gruppen. Die Nutzer können dann bequem von ihrem Rechner aus schauen, welche Angebote der Supermarkt um die Ecke hat und was bei Media Markt gerade besonders günstig zu haben ist.

So sieht die Vision aus. Tatsächlich, deckt die Seite bislang die großen Ballungsgebiete nur leidlich ab. In den ländlichen Regionen hat das Start-up, das jedoch auch erst seit November online ist, noch viele weiße Flecken.
 
Trotzdem: Das Konzept ist einfach und effektiv. Mit ihrer Idee greifen die vier Gründer ein wichtiges Standbein vieler Lokalverlagen. „Für den Deutschen Einzelhandel sind Prospekte noch immer das wichtigste Werbemittel“, sagt Gaiser. „Bedenkt man jetzt, dass nur jeder vierte ein Pospekt, das in der Zeitung steckte oder im Briefkasten lag, auch wirklich liest, kommt man auf Kontakt-Kosten von gut 50 Cent“. Das Geschäftsmodell der vier Berliner sieht vor, sich vom Einzelhandel für jede virtuelle Prospektöffnung einen kleinen Betrag bezahlen zu lassen. Damit hätten beide Seiten gewonnen.

Das schöne an der Geschäftsidee: Für den Content müssen die Gründer nicht selbst sorgen: „Die Prospekte bekommen wir als PDFs direkt von den Händlern zugeschickt“, sagt Gaise.

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