Zehn.de: Burdas neues Top Ten-Portal

In Zeiten von Anzeigenflaute und Sparprogrammen scheuen fast alle Verlage das Risiko. Innovative Projekte sind rar, aber es gibt sie. Zehn.de ist ein solcher Fall. Mittwochnacht startete Burda sein ambitioniertes Portal für Bestenlisten. Unter der Regie von Chip-Chefredakteur Thomas Pyczak gibt es zum Launch bereits 150 Top Ten-Listen. Gelingt der Markteintritt, hätte Burda eine echte Klick-Maschine mit großem Vermarktungs-Potenzial konstruiert.

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„Wir bieten Top Ten-Listen für eine männliche Zielgruppe. Geschrieben sind die Listen immer von Experten. Das können Handwerker sein, Literaturpreisträger, Ingenieure oder aber Musikmanagerin Anja Lukaseder – Jury-Mitglied bei „Deutschland sucht den Superstar“ – die ihre zehn Lieblingsplatten der achtziger Jahre beschreibt“, sagt Chip-Chefredakteur Thomas Pyczak gegenüber MEEDIA. „Wichtig war uns, für jedes Thema einen Experten zu finden, der sich wirklich auskennt.“

Pyczak glaubt, dass die meisten Konkurrenten – wie die Shortlist von Stern.de – bei Visits und Klicks deshalb so vor sich hindümpeln, weil ihren Rankings die nötige Ernsthaftigkeit fehlt. „Unsere Lisen sind mit viel Leiden- und Könnerschaft erstellt, das ist die Differenz“.

Umgesetzte wurde Zehn.de nicht von Pyczaks eigener Chip-Redaktion, sondern einer kleinen mobilen Entwicklungs-Einheit: Dem Web-Lab von CHIP Communications. In diesem Internet-Think-Tank will Burda in kleinen und höchst kreativen Gruppen neue Ideen entwickeln und schnell umsetzten. „Wir haben eine Art Start-up-Atmosphäre geschaffen“, erzählt Pyczak.

Finanzieren soll sich die Plattform zuerst einmal über Display-Werbung. In den Rankings steckt jedoch ein viel größeres Potenzial. Denn: „Dadurch, dass jede Liste alleine schon zehn Punkte umfasst, enthält unsere Plattform extrem viele Produkte. Das ist zum einem ein großer Vorteil für die Suchmaschinen-Optimierung und zum anderen lassen sich so viele innovative Vermarktungslösungen bauen.“

Der eigentliche Clou an Zehn.de ist jedoch erst gar nicht auf der Seite zu sehen, sonder steckt dahinter. Als erste große Webseite in Deutschland setzt das Portal auf Cloud Computing. Dazu kooperiert die Seite mit Amazon und Google. „Zehn.de läuft auf einem Netzwerk von 36 weltweit verteilten Rechenzentren mit mehreren 100.000 eingebundenen Servern“, sagt Pyczak stolz.

Dank der Cloud Computing-Lösung verfügt Zehn.de über leichte und sehr flexible Strukturen. So kann der Webmaster die Kapazitäten immer sofort dem aktuellen Traffic-Volumen anpassen und die Rechenleistung praktisch unbegrenzt skalieren. Heißt: Wie erfolgreich auch immer der Start wird, das Portal müsste jederzeit stabil und schnell laufen.

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