Film-Standort Berlin droht „ruinöser Wettbewerb“

Martin Willich, Chef der NDR-Tochter Studio Hamburg, hat davor gewarnt, in Berlin weitere Studio-Kapazitäten aufzubauen. Mit dem jetzt erreichten Umfang sei bereits ein Sättigungsgrad erreicht. Ein weiterer Ausbau, so Willich, könnte zu einem "ruinösen Preiswettbewerb" führen und den Medienstandort Berlin-Brandenburg nachhaltig schwächen. Für 2009 werden auch in der Filmbranche sinkende Werbeerlöse und eine Auftragskrise erwartet.

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Martin Willich beruft sich auf eine von Studio Hamburg in Auftrag gegebene Studie. Der Studiochef nannte die Ergebnisse der Studie „belastbar genug, dass eine weitere Untersuchung eines Mitbewerbers zu keinem anderen Resultat führen würde“. Studio Hamburg arbeitet in Adlershof als Studio Berlin für Film und Fernsehen. Mit einem im Februar fertig gestellten Neubau trägt auch die NDR-Tochter dazu bei, dass die Atelierfläche in der Film- und TV-Hauptstadt um sieben Prozent anwachsen. Studio Hamburg wird über elf Millionen Euro in Adlershof investieren; ein Großteil der 450 Arbeitsplätze befinden sich in der Hauptstadt.

Der Konkurrent Bufa, der Berliner Union-Film in Tempelhof, prüft derzeit, ob der stillgelegte Flughafen Tempelhof zum Dreh- und Produktionsort taugt. „Wir beteiligen uns an der Diskussion nicht“, sagte Willich und warnte vor einer öffentlichen Debatte darüber, ob der Berliner Senat Tempelhof mit öffentlichen Subventionen zum „Filmhafen Tempelhof“ ausbauen solle.

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