Google: Analysten immer skeptischer

Stürmische Tage in Mountain View: Nachdem in der vergangenen Woche Global-Equities-Research-Volkswirt Trip Chowdhry als erster Top-Analyst seine Umsatzprognosen für die kommenden Jahre zurückgenommen hatte, ziehen nun auch die ganz großen Wall Street-Firmen nach. Mark Mahaney von der Citigroup war bereits vor drei Wochen skeptisch: „Suchmaschinen-Vermarkter erwarten, dass das vierte Quartal das schlechteste Quartal aller Zeiten […]

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Stürmische Tage in Mountain View: Nachdem in der vergangenen Woche Global-Equities-Research-Volkswirt Trip Chowdhry als erster Top-Analyst seine Umsatzprognosen für die kommenden Jahre zurückgenommen hatte, ziehen nun auch die ganz großen Wall Street-Firmen nach.

Mark Mahaney von der Citigroup war bereits vor drei Wochen skeptisch: „Suchmaschinen-Vermarkter erwarten, dass das vierte Quartal das schlechteste Quartal aller Zeiten werden könnte.“ Nun nennt Mahaney die unangenehmen Details: In einer gestern veröffentlichten Studie sieht der Citigroup-Analyst deutliche Schwächetendenzen auf dem Markt für Suchdienstleistungen im vierten Quartal.

Übersetzt bedeutet dies, dass Mahaney im laufenden Quartal nur noch mit einem Netto-Umsatzzuwachs von 3 Prozent rechnet. Im ersten Quartal 2009 tritt dann auch nach Schätzungen des Citigroup-Analysten jener Fall ein, den Equities-Research schon in der Vorwoche skizziert hatte: Ein Umsatzrückgang – zumindest im Suchgeschäft. („We sensed specific nervousness about the Q1 outlook and the possibility that Q1 could actually be the real inflection point quarter – i.e. the first negative sequential growth quarter ever for search.“)

Doch Google hält dagegen – und zwar mit allen Mitteln. Erst Ende Oktober öffnete sich der Internetgigant in den USA für Anzeigen von Bieranbietern. Seit gestern kommen nun auch die höherprozentigen Anbieter bei den schlagwortbasierten Anzeigen zum Zuge. 

Google erklärt das so: „This fall, we changed our policy around beer, for the first time allowing advertisements of its sale in the U.S. via AdWords. And starting today, in response to advertiser feedback we’ve received over the years, we’ll permit the advertisement of hard alcohol and liqueurs that target the U.S.“

Henry Blodget indes stößt das auf: „Entweder Google will die skeptische Wall Street verblüffen – oder die kratzen alles zusammen, um gerade noch die niedrigsten Schätzungen zu treffen“, schreibt der Internetexperte in seinem Technologieportal „Silicon Alley Insider“.

Die Internetsuchmaschine  hat im vierten Quartal tatsächlich ungewöhnlich viele Maßnahmen zur Erhöhung des Anzeigenvolumens unternommen: So sind seit Kurzem auch in Google Finance, Google News und Google Images Anzeigen zu finden, während die Anzeigen in Google Maps, YouTube search und beim iPhone bzw. G1 optimiert wurden.

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