Anzeige

„El Pais“ rutscht in die roten Zahlen

Die Krise erreicht Spanien: Zum ersten Mal in ihrer Geschichte schreibt die größte Tageszeitung des Landes „El Pais“ rote Zahlen. Seit Jahresbeginn verlor das Blatt 20 Prozent der Werbeeinahmen. Der Prisa-Medienkonzern, zu dem das Blatt gehört, leitet jetzt drastische Sparmaßnahmen ein: 70 Mitarbeiter, unter ihnen 20 Redakteure, wurden bereits in den Vorruhestand geschickt. Zusätzlich sollen weitere 100 altgediente Redakteure entlassen werden.

Anzeige

„El Pais“ist die goldene Kuh, die vom gesamten Konzern gemolken wird“, kritisieren Mitarbeiter des Verlags. Prisa hat mittlerweile einen Schuldenberg von fünf Milliarden Euro angehäuft, unter anderem durch ungünstige Investitionen ins TV-Geschäft. Jetzt zieht der Konzern die Notbremse: Das Lokalfernsehen „Localia“ mit Niederlassungen in fast allen großen Städten Spaniens und rund 300 Mitarbeitern wird zum Jahresende seinen Betrieb einstellen. Prisa steigt aus mehreren Regionalzeitungen aus und will seinen Pay-TV-Sender Digital Plus verkaufen.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige