Thomas Middelhoff scheitert bei Arcandor

Arcandor-Chef Thomas Middelhoff wird den Handels- und Touristikkonzern im nächsten Jahr verlassen. Nachfolger wird ab dem 1. März 2009 der derzeitige Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick. Middelhoff hatte erst kürzlich seinen Vertrag bis Ende 2009 verlängert, obwohl er eigentlich zum Jahresende 2008 aus dem Unternehmen ausscheiden wollte.

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Der ehemalige Ex-Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende hatte den früheren Karstadt-Konzern 2004 kurz vor der Zahlungsunfähigkeit übernommen und danach eine beeindruckende Trendwende eingeleitet, die das MDax-Unternehmen zunächst zurück in die Erfolgsspur brachte.

Allerdings war die Restrukturierung mit hohen Opfern verbunden: Middelhoff trennte sich u.a. von der Starbucks-Beteiligung, dem Sport-TV-Sender DSF, 75 Karstadt-Filialen, 51 SinnLeffers-Modehäusern sowie der Fachhandelskette Runners Point.

Nach der Umbenennung in Arcandor 2007 geriet der Konzern jedoch wieder in Schwierigkeiten: Unter der Ägide von Thomas Middelhoff stürzte die Aktie in den vergangenen 18 Monaten dramatisch von knapp 30 Euro auf gegenwärtig nur noch rund 2 Euro ab. Der vorzeitige Abschied Middelhoffs dürfte auf Betreiben des Großaktionärs Sal. Oppenheim zustande gekommen sein.

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