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Struve soll den ORF retten

Der Österrische Rundfunk (ORF) hat den ehemaligen ARD-Programmchef Günter Struve engagiert, um dem Sender aus der Krise zu helfen. Der Haushalt des ORF weist derzeit ein Defizit von rund 100 Millionen Euro - eine gigantische Summe angesichts der Tatsache, dass sich das Eigenkapital lediglich auf 200 Millionen Euro beläuft. Für 2012 droht dem ORF die Insolvenz. An Struves Expertise hängt nun die Gebührenfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Senders.

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ORF-Generalintendant Alexander Wrabetz hat radikale Sparmaßnahmen angekündigt: Die Kernbelegschaft soll von rund 3.400 auf 2.400 Stellen reduziert werden, der Sender verkauft den Sitz seines Zentrum am Küniglberg und sucht einen preiswerteren Standort am Wiener Stadtrand.

Der kontrollierende ORF-Stiftungsrat hatte Struve im Juni als „Sachverständiger für das Qualitätssicherungssystem für die Programme 2008 und 2009“ berufen. Seine Aufgabe: Er soll nach dem Vorbild des Public-Value-Tests der BBC überprüfen, ob die Qualität des ORF-Programms noch die öffentliche Gebührenfinanzierung verdient. Dabei geht es um einen Betrag, der 70 Prozent des Gesamthaushalts von 950 Millionen Euro ausmacht.

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