HuffingtonPost: Echtes Geld für echten Content

Zahltag für eine der größten Internet-Erfolgsgeschichten des laufenden Jahres: Die Netz-Postille „HuffingtonPost“, die sich selbst wenig bescheiden „The Internet Newspaper“ nennt, hat weitere 25 Millionen Dollar Venture Capital eingesammelt.  Wie „Wall Street Journal“-Starreporterin Kara Swisher wieder einmal als Erste berichtete, stellte der Risikokapitalgeber Oak Investment die Summe bereit. Interessant an der Beteiligung ist folgendes: 1.)    […]

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Zahltag für eine der größten Internet-Erfolgsgeschichten des laufenden Jahres: Die Netz-Postille „HuffingtonPost“, die sich selbst wenig bescheiden „The Internet Newspaper“ nennt, hat weitere 25 Millionen Dollar Venture Capital eingesammelt.  Wie „Wall Street Journal“-Starreporterin Kara Swisher wieder einmal als Erste berichtete, stellte der Risikokapitalgeber Oak Investment die Summe bereit.

Interessant an der Beteiligung ist folgendes:

1.)    In Zeiten der drakonischen Sparmaßnahmen im Online-Segment ist das Investment das erste positive Ausrufezeichen seit dem Beginn der Finanzmarktkrise nach der Lehman-Pleite Mitte September

2.)     Mehr noch: Es wird noch für Content Risikokapital bereitgestellt – und zwar nicht für „user generated content“  auf einem der diversen Social Networks: sondern für echten Content, von Journalisten erstellt.

3.)    Und zwar tatsächlich mehr, als gemeinhin erwartet: In der vorigen Woche kursierte noch die Summe von 15 Millionen Dollar. Nun sicherte sich die „HuffPo“ gar zwei Drittel mehr.
 
Investieren will die linksliberale Online-Zeitung, die mit ihrem minimalistischen Mix aus großen Überschriften, Grafiken im XL-Format und News-Journalismus 2.0 den Nerv der Nutzer trifft, vor allem in den Ausbau der Redaktion.

„Das Investment von Oak ermöglicht es, unser Wachstum zu beschleunigen und mehr Videos, mehr Bürgerjournalismus, mehr Lokalberichte sowie mehr investigativen Journalismus anzubieten“, erklärte Gründern Arianna Huffington erfreut.   

Und das zu einem stolzen Preis: Das Oak-Investment bewertet die „HuffPo“ nämlich mit um die 100 Millionen Dollar, wie Kara Swisher herausarbeitet.

Für „Silicon Alley Insider“-Chefredakteur Henry Blodget eine stolze Bewertung zur rechten Zeit: „Das Unternehmen ist smart genug, just vor dem Kollaps  der Weltwirtschaft noch einmal so viel Geld einzusammeln. Die ‚New York Times‘ könnte eine solche Infusion auch ganz gut gebrauchen.“
Fraglos besser noch als die boomende „HuffingtonPost“, die es dank einer grandiosen US-Wahl-Berichterstattung zuletzt auf fast 5 Millionen eindeutige Benutzer brachte. Der „Kessel Buntes aus News und Kommentar“ („Spiegel“) soll in diesem Jahr nämlich bereits geschätzte sechs bis elf Millionen Dollar Gewinn einspielen.

Die inzwischen 58-jährige gebürtige Athenerin, die das „Time-Magazin“ unlängst zu den 100 einflußreichsten Menschen der Welt kürte, dürfte damit weiter an Glamour und Status gewinnen – was ihre heimliche Motivation ist, wie Huffington in einem schwachem Moment dem „Focus“ verriet: „Ich verliebte mich ins Bloggen, als ich sah, welche Macht es dem Einzelnen gibt.“

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