ProSiebenSat.1 entzieht Verlagen Inhalte

Die ProSiebenSat.1 Media untersagt ab dem 15. Februar 2009 fast allen Zeitschriften- und Zeitungsverlagen die Nutzung von Text- und Bildmaterial der Sendergruppe. Damit tritt der Konflikt zwischen Verlagen und Fernsehsendern um die Nutzung von Programminhalten in eine neue Phase. Betroffen sind nicht allein traditionelle TV-Zeitschriften und Tageszeigungen, sondern auch die elektronischen Programmführer.

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In seinem Brief vom 14. November vollzieht der Vorstand von ProSiebenSat.1 Media, Marcus Englert, einen radikalen Schnitt. Er kündigt „sämtliche Vereinbarungen, gleich welcher Art und Grundlage, die die Nutzung des Text-, Bild-, Bewegtbild- und Audiomaterials der ProSiebenSat.1 Media AG sowie ihrer Sendeunternehmen betreffen. Eine Printnutzung scheidet damit aus“.

Wie der Branchendienst Horizont vermutet, dürfte die Entscheidung durch den seit Anfang des Jahres schwelenden Streit zwischen Verlegern und der Interessenvertretung der Sender VG Media um die Tarifbedingungen für elektronische Programmführer sein. Bei diesen internetbasierten Diensten der Verlage verlangt die VG Media zum Unmut der Herausgeber einen Preis von 0,02 Cent pro Seitenabruf. Derzeit wird diese Angelegenheit vom Langericht Köln verhandelt.

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