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Studie: Web-Gigant Google in Nutzerzahlen

Geht es um Recherche, Videos oder Geo-Dienste, führt an Google kaum ein Weg vorbei. Doch wie bekannt sind YouTube, Google Maps & Co. bei den Usern, und wieviele nutzen solche Anwendungen tatsächlich? Die von Fittkau & Maaß in der deutschsprachigen Internet-Nutzerschaft durchgeführte studie „WWW-Benutzer-Analyse W3B“ gibt Antwort und belegt zudem: Die deutliche Mehrheit der User geht davon aus, dass private Daten im Netz nicht sicher sind.

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1998 erblickte google.com das Licht der Web-Welt. Zug um Zug entwickelte sich Google seitdem von einer reinen Suchmaschine zu einem Dienste-Anbieter, der seinen Usern eine Art „Rundum-Sorglos-Paket“ aus web-basierten Anwendungen zur Verfügung stellt. Für die „WWW-Benutzer-Analyse W3B“ hat das Marktforschungsunternehmen Fittkau & Maaß im Oktober und November 105.684 deutschsprachige Internet-User zu ihrer Nutzung von Google-Anwendungen befragt.

Das Ranking zeigt: Die drei bekanntesten Dienste sind Googles Websuche (99,3 %), YouTube (89,7 %) und Google Maps (91,8 %). Über 90 % der User verwendet die Suche mindestens einmal im Monat, das Video-Portal YouTube wird von über 40 % der Nutzer monatlich angesurft. Google Video kommt mit einer Bekanntheit von 69,8 % immerhin bei 11 % der User zum Einsatz. Schlusslicht mit einer Bekanntheit von 34,4 % ist Googles 3D-Community Google Lively, die Ende des Jahres ihre virtuellen Pforten schließt. Nur 0,7 Prozent der Befragten Nutzer surfen lively.com einmal monatlich an. Dagegen rangieren Dienste wie Google Mail (Nutzung: 14,4 %) oder Google Documents (Nutzung: 12,8 %), von Kritikern als heimliche Daten-Spione gebrandmarkt, erfolgreich im Mittelfeld hinter Google News (Nutzung: 17,1 %).

Dass Google Spitzenreiter im Ranking der wöchentlichen Nutzung verschiedener Suchmaschinen und Webkataloge ist, verwundert nicht weiter. Ein Blick auf die Zahlen lässt dennoch staunen: Zwischen 2001 und 2003 konnte das Unternehmen den Anteil wöchentlicher Nutzer von 30 % auf über 75 % steigern, seit 2006 liegt der Wert konstant bei uneinholbaren 90 %.

Doch je mehr Googles Bekanntheitsgrad und Angebotsbreite ansteigen, desto lauter werden auch die Stimmen von Datenschützern. Dass Google Informationen seiner User sammelt, um zielgerichtet Werbung anbieten und seine Produkte verbessern zu können, ruft immer mehr Kritiker auf den Plan. Auch die Web-User sehen die Entwicklung kritisch: 65,9 % der Internet-Gesamtnutzerschaft halten die Angabe von persönlichen Daten im Netz für nicht sicher, weil sie zu Werbezwecken missbraucht werden könnten. 39,7 % fürchten gar die Ausspionierung ihrer Daten. Nur 8,3 % fühlen sich durch strenge Datenschutzbestimmungen abgesichert, 7,5 % vertrauen auf technische Hilfsmittel, mit denen Übergriffe auf sensible Informationen verhindert werden können.

Die Internet-Studie „WWW-Benutzer-Analyse W3B“  fand im Oktober/November 2008 bereits zum 27. Mal statt. An der Erhebung waren 80 führende Internet-Anbieter mit über 200 Websites beteiligt.

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