Polen droht mit Klage gegen „Die Welt“

Der Tageszeitung "Die Welt" droht offenbar eine Klage der polnischen Regierung. Welt Online hatte das Lager Majdanek als "polnisches Konzentrationslager" bezeichnet hatte. Der stellvertretende polnische Außenminister Ryszard Schnepf nannte die Bezeichnung dem Bericht zufolge "skandalös". "Die Welt" berichtigte die Formulierung bereits. Chefredakteur Thomas Schmid drückte in einem Brief an die polnische Botschaft in Berlin sein Bedauern aus.

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Jetzt sei eine Erklärung in der Mittwochausgabe der Zeitung vorgesehen. Polens Vize-Außenminister Schnepf plädierte für „radikale Maßnahmen“ gegen die falsche Verwendung des Adjektivs „polnisch“ für die deutschen Konzentrationlager im damals besetzten Polen. Er denke an einen großangelegten juristischen Prozess, um ein entsprechendes Echo in der Weltpresse zu erreichen.

Ein Springer-Sprecher erklärte auf Anfrage des Nachrichtendienst AFP: „Selbstverständlich wissen wir auch um die besondere Brisanz und Emotionalität.“ Die entsprechende Formulierung sei umgehend geändert worden. „Majdanek war natürlich ein deutsches Konzentrationslager. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.“

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