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Wie man eine Marke kurz und klein haut

Jetzt muss ich doch auch nochmal hier in diesem Blog meine Meinung zu dem Skandal bei Gruner + Jahr schreiben. Ich halte das tatsächlich für einen Skandal, der alle Befürchtungen im Vorfeld noch übertrifft. Klar, ein Verlag kann harte Maßnahmen treffen. So etwas ist immer unangenehm. Aber langjährige Mitarbeiter auf so eine Art zu demütigen, […]

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Jetzt muss ich doch auch nochmal hier in diesem Blog meine Meinung zu dem Skandal bei Gruner + Jahr schreiben. Ich halte das tatsächlich für einen Skandal, der alle Befürchtungen im Vorfeld noch übertrifft. Klar, ein Verlag kann harte Maßnahmen treffen. So etwas ist immer unangenehm. Aber langjährige Mitarbeiter auf so eine Art zu demütigen, wie dies bei der G+J Wirtschaftspresse geschehen ist, das ist ein Novum. Und was ist es anders als Demütigung, wenn man Redakteuren, die jahrelang für eine Zeitschrift wie „Capital“ gearbeitet haben, sagt, wir schmeißen euch jetzt erstmal raus aber ihr könnt euch ja wieder bewerben, zu mieseren Bedingungen natürlich…

Und dann noch die Sprüche von Vorstand (Bernd Buchholz) und Geschäftsführung (Ingrid Haas), dass man weiter auf auf die „starken Marken“ setze undsoweiter Blablabla. Die stärkste Wirtschaftsmarke, die der Laden hat, ist meiner Meinung nach „Capital“. Adolf Theobald, Johannes Gross, André Kostolany, das sind Namen, die man immer noch mit „Capital“ in Verbindung bringt. Das Blatt hat es heute auch nicht leicht, aber es hat eine Geschichte und eine Tradition. Und diese eine tolle Wirtschaftsmarke, die das Haus hat, wird gerade systematisch kurz und klein gehauen. Ich habe noch nie erlebt, dass bei einem Medienhaus offizielle Äußerungen und die Taten so sehr auseinanderklafften wie hier. Was sagt eigentlich G+J Vorstandschef Bernd Kundrun zu der ganzen Angelegenheit? Bisher war von ihm dazu nichts zu hören. Früher mal galt Gruner + Jahr als beste Adresse für Journalisten. Eine Anstellung am Baumwall war ein Ritterschlag. Diese Zeiten sind seit vergangenem Mittwoch vorbei.

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