‚MM‘-Entscheid: Neuer Spiegel-Chef zeigt sich

Der neue Geschäftsführer des Spiegel-Verlags schlägt erste Pflöcke ein. „Manager Magazin“-Verlagsleiter Michael Voss und Christof Herbers, seit 2007 kaufmännischer Leiter beim "Spiegel", müssen den Verlag verlassen. Damit macht Ove Saffe klar, wohin die Reise geht: Überflüssige Zöpfe werden abgeschnitten, unnötige Machtzentren abgeschafft. Das Scheitern von Voss hängt nicht mit seiner fachlichen Qualifikation zusammen, im Fall Herbers trifft es den Vasallen von Ex-GF Mario Frank.

Anzeige

Der neue Geschäftsführer des Spiegel-Verlags schlägt erste Pflöcke ein. „Manager Magazin“-Verlagsleiter Michael Voss und Christof Herbers, seit 2007 kaufmännischer Leiter beim „Spiegel“, müssen den Verlag verlassen. Damit macht Ove Saffe klar, wohin die Reise geht: Überflüssige Zöpfe werden abgeschnitten, unnötige Machtzentren abgeschafft. Das Scheitern von Voss hängt nicht mit seiner fachlichen Qualifikation zusammen, im Fall Herbers trifft es den Vasallen von Ex-GF Mario Frank.
Mit Beginn des neuen Jahres strafft Saffe das Management an der Brandstwiete: Matthias Schmolz ist ab Januar 2009 als Verlagsleiter für alle Objekte („Spiegel“, „Spiegel Special“, „Kultur Spiegel“, „Uni Spiegel“, „Manager Magazin“, „Harvard Businessmanager“) zuständig. Christian Schlottau wird auch Verlagsleiter und kümmert sich um die Anzeigen- und Onlinevermarktung, den Vertrieb, Marketing-Services und Werbung. Damit korrigiert Saffe eine Personalentscheidung seines Vorgängers Mario Frank, der den bei den Mitarbeitern geschätzten Schlottau in seinen Kompetenzen beschnitten hatte.
Für Fried von Bismarck ändert sich nichts. Er verantwortet als Verlagsleiter auch weiterhin die IT-Bereiche der Gruppe und bleibt Geschäftsführer von Spiegel.Net (Spiegel Online, Quality Channel) und Spiegel TV. Alle drei Verlagsleiter berichten an Saffe.
Schon lange war man beim Spiegel-Verlag der Meinung, das die Führungsetage des „Manager Magazins“ aufgeblasen und vor allem die Position des Verlagsleiters bei einer relativ kleinen Verlagsabteilung verzichtbar sei. Deshalb müssen Michael Voss sowie drei Mitarbeiterinnen zum 31. Dezember gehen.
Eingestellt wurde Voss erst im Januar 2008 vom im Sommer geschassten „Spiegel“-Geschäftsführer Mario Frank. Der Manager, der bei Deutschlands wichtigstem Nachrichten-Magazin so ziemlich alles falsch machte, ist für dieses Problem allerdings nicht verantwortlich zu machen. Schließlich beerbte Voss als „MM“-Verlagsleiter Philipp Busch. Dieser berichtete an den Geschäftsführer des Spiegel-Verlags, der wiederum eigentlich alle Enscheidungen trifft. Ein etwas sperriger Workflow, der jetzt entzerrt wird. Mit der Qualifikation von Michael Voss hat das eher weniger zu tun. Oder, wie es ein Insider ausdrückt: „Nicht jede Struktur, die beim ‚Spiegel’ gewachsen ist, ist auch gerade gewachsen.“ Weitere Personal-Maßnahmen sind beim „Manager Magazin“ nach MEEDIA-Informationen nicht zu erwarten.

MEEDIA-Rückblick
„Manager Magazin“: Voss muss gehen

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige