Politiker: BBC-Streams gefährden TV-Gebühr

Die British Broadcast Corporation wird ab dem 27. November ihre Fernsehprogramme BBC1 und BBC2 live online streamen. Gebührenzahlern stehen die Programme zusätzlich via Internet auf Mobilgeräten zur Verfügung. Kritiker sehen mit der Entscheidung des öffentlich-rechtlichen Senders nun das Konzept der Fernsehgebühr in Gefahr.

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Die Chefin von BBC Vision, Jana Bennett, sagte, mit dem Schritt komplettiere der Sender sein Portfolio von Kanälen, die parallel zur normalen Übertragung kostenlos über das Internet verbreitet werden. BBC3, BBC4, CBBC, CBeebies und BBC News sind bereits seit längerem als Stream zu empfangen.

Ein Mitglied des „Commons culture, media and sport select committee“, der Abgeordnete Philip Davies, kritisiert die kostenlose Online-Übertragung: Dieser Schritt sei im Verbund mit der Empörung der Öffentlichkeit über die jüngsten Verfehlungen von BBC-Moderatoren „die Totenglocke der Fernsehgebühr“.

Schätzungen zufolge zahlt bereits heute jeder zwanzigste Fernsehhaushalt keine TV-Gebühren. „Ich glaube nicht, dass die BBC die Kontrolle über diese Einnahmen behält“, sagte Davies, „es wird immer teurer, die Gebühren einzutreiben.“

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