Wolfgang Büchner

Wie fällt die Spiegel Online-Bilanz von der Wahlnacht aus? Die US-Präsidentschaftswahl hat alles in den Schatten gestellt, was wir bisher erlebt haben. Sowohl was unser redaktionelles Angebot angeht, als auch was die Zugriffe auf unseren Seiten anbetrifft. Spiegel Online hatte in der Wahlnacht fünf Kollegen in den USA, die die Ereignisse beobachteten, berichteten und analysierten. […]

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Wie fällt die Spiegel Online-Bilanz von der Wahlnacht aus? Die US-Präsidentschaftswahl hat alles in den Schatten gestellt, was wir bisher erlebt haben. Sowohl was unser redaktionelles Angebot angeht, als auch was die Zugriffe auf unseren Seiten anbetrifft. Spiegel Online hatte in der Wahlnacht fünf Kollegen in den USA, die die Ereignisse beobachteten, berichteten und analysierten. In Hamburg war die ganze Nacht ein Team von gut einem Dutzend Kollegen im Einsatz:
– CvDs zur Steuerung der Seite
– Redakteure für eine minutenaktuelle Coverage aller Nachrichten
– Grafiker, die sich um sekundenschnelle Live-Updates der Karten kümmmerten
– Fotoredakteure, die die wichtigsten Momente schnell auf den Screen brachten
– Ein Videoredakteur, der sich darum bemühte, aktuelle Bewegtbilder umgehend auf unsere Seite zu bringen
– Und Matthieu von Rohr, ein Kollege des SPIEGEL Auslandsressorts, der unermüdlich, aufmerksam und mit feiner Feder seine Wahlnacht bloggte. Von 18.00 Uhr abends bis am nächsten Morgen um 10.00 Uhr.
Welche Features, Meldungen oder Fotostrecken hat Ihr Online-Angebot in der Wahlnacht geboten? Wie Sie sicher gesehen haben, haben wir die ganze Bandbreite der Möglichkeiten unseres Mediums ausgeschöpft. Interaktive Grafiken, opulente Fotostrecken, Videonews und längere Originalvideos (etwa die Rede Obamas in Chicago in voller Länge). Hintergrundinformationen haben wir übersichtlich in Specials aufbereitet, die über entsprechende Teaser in den Artikeln erreichbar waren. Und das Allerwichtigste: Wir haben die zentrale Newsstory praktisch laufend aktualisiert. Das Feedback unserer Leser war entsprechend positiv. Viele in den USA sagten uns, dass sie auch in den amerikanischen Medien kein stärkeres journalistisches Angebot gefunden haben. Dort gab es natürlich teilweise noch opulentere interaktive Grafiken (bei NYT oder CNN etwa), aber das Gesamtpaket von Spiegel Online konnte sich auch im internationalen Vergleich wirklich sehen lassen.
Welche waren ihre besten Geschichten? Vor allem die Analysen und Kommentare waren aus Sicht unserer Leser absolute Highlights. Der Kommentar von Gabor Steingart „Die Wiederauferstehung des amerikanischen Traums“ war unter den meistgelesen Stücken. Besonders gut wurde auch unser großes Special „Good Morning, Mr. President “ angenommen, für das wir 110 Prominente, Politiker, Ökonomen aber auch ganz normale Bürger in aller Welt befragt hatten. Dieses Special war – meiner Beobachtung nach – weltweit einmalig.
Haben die Nutzer das Angebot angenommen? Das war mit Abstand der beste Tag für Spiegel Online. Wir hatten fast 42,5 Millionen Seitenabrufe (PI). Vor allem in der Nacht, nach 1 Uhr, wenn die Zugriffe auf unsere Seite normalerweise stark nachlassen, war der Traffic fast wie an einem normalen Werktag tagsüber. In der Stunde von 1 bis 2 Uhr etwa hatten wir knapp eine Milllion PI mehr als normalerweise zu dieser Uhrzeit. Was aber noch viel wichtiger ist: Die Kernreichweite nimmt schon seit Wochen rasant zu. Gestern hatten wir erstmals fast 5 Millionen Visits auf unserer Seite. Bereits im Oktober hatten wir ja erstmals die Marke von 100 Millionen Visits pro Monat erreicht. (siehe dazu PM vom vergangenen Freitag)
Was können wir noch besser machen? Wir können gerade in Sachen Grafik- und Fotopräsentation noch von den großen US-Sites lernen. Das war schon gigantisch, welches Feuerwerk da gestern Nacht abgebrannt wurde.

www.spiegel.de

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