VDZ: Verlage rechnen mit Umsatz-Rückgang

Trotz Anzeigen- und Auflagenkrise: Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) rechnet in diesem Jahr nur mit einem Umsatz-Rückgang der Zeitschriftenverlage von rund einem Prozent. Kräftige Wachstumsimpulse sollen aus dem Online-Werbemarkt kommen. Laut Herbstumfrage unter den Publikums- und Fachzeitschriften sowie der Konfessionellen Presse erwarten 56 Prozent der Unternehmen im Online-Geschäftsfeld höhere Umsätze als im Vorjahr.

Anzeige

Für das laufende Jahr rechnet der VDZ mit einem Rückgang der Erlöse von 7,7 Milliarden Euro in 2007 auf rund 7,6 Mrd. Euro. „Die Zeitschriftenverlage können sich nicht gänzlich von der globalen Entwicklung abkoppeln, Bereinigungseffekte sind daher nicht auszuschließen“, so VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner. Vor allem die Werbemärkte seien verunsichert.

Im Online-Geschäft erwarten die Verleger laut VDZ-Umfrage Umsatzsteigerungen. Bis zum Jahr 2011 rechnen alle Verlage mit deutlichen Wachstumsimpulsen und einer Steigerung des Umsatzanteils von 5,4 (2007) auf 13 Prozent. Fürstner: „Diese Entwicklung zeigt, dass die Verlage die Herausforderungen der Digitalisierung mit großer Energie für ihre Geschäftsfelder nutzen und bestätigt darüber hinaus die hohe Attraktivität des redaktionellen Content im Nutzer- wie im Werbemarkt.“

Eine robuste Geschäftsentwicklung erwartet der VDZ auch bei den Fachverlagen. Hier würden sich, im Werbe- wie im Vertriebsmarkt, die in weiten Teilen mittelständischen Strukturen der Werbungtreibenden wie der Leserschaft bemerkbar machen. „Die Anfälligkeit für Börsenschwankungen wie für Veränderungen im Lesermarkt bilden sich hier deutlich weniger stark aus als im Gesamtmarkt“, so der VDZ-Geschäftsführer.

Langfristig, so Fürstner, würden sich „die starken Leistungsdaten der Zeitschriftenbranche und der hohe redaktionelle Standard behaupten.“ Entscheidend dabei sei, dass die Politik und die Presse nicht mit immer weiteren Restriktionen zusätzlich belastet werde. Als Beispiel nannte er Werbebeschränkungen für PKW, Alkohol oder Lebensmittel sowie „weitere Knebelungen der Abonnentenwerbung durch Telefon und Brief“.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige