Bundesliga: Top-Spiel am Samstag kommt

Am 24. November ist Schluss. Bis dahin müssen alle Interessierten TV-Stationen ihre Gebote für die Fußball-Bundesligarechte der kommenden Spielzeiten abgegeben haben. Zwei Szenarien sind Möglich. Egal, welches sich durchsetzt: Die Spieltage bekommen ein neues Gesicht. Parallel zur FreeTV-Zusammenfassung wird es ein Live-Spiel im Pay-TV geben. Dazu finden die beiden Sonntagspartien nun zu unterschiedlichen Zeiten, um 15.30 Uhr und 17.30 Uhr, statt.

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„Die Liga hat einen sehr schwierigen Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit, Fan-Interessen, Zuschauer-Gewohnheiten und den Wünschen des Amateurfußballs in angemessener Weise bewältigt“, sagt DFB-Präsident Theo Zwanziger in der DFB-Pressemitteilung. Tatsächlich versuchen die beiden Konzepte die Interessen des Pay-TVs – mit dem exklusiven Livespiel am Samstag – und die des Amateurfußballs, mit möglichst späten Sonntags-Anstoßzeiten der Profikicker zu berücksichtigen.

Der Samstag bleibt der „Kern-Spieltag“ der Bundesliga, an dem auch weiterhin sechs Begegnungen stattfinden. Auch die weitere Aufteilung bleibt unverändert: Das Fußballwochenende startet am Freitagabend mit einer Begegnung und endet Sonntag mit zwei Partien. Grundlegende Änderungen gibt es allerdings bei den Anpfiff-Zeiten. Am Samstag starten nur noch fünf Matches um 15:30 Uhr. Das sechste Spiel beginnt um 18:30 Uhr und wird in direkter Konkurrenz zu der Spieltags-Zusammenfassung im Free-TV starten. Die Begegnung soll voraussichtlich mit erheblicher zeitlicher Verzögerung im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein.
In der 2.Bundesliga finden wie bisher drei Begegnungen am Freitag um 18.00 Uhr statt. Neu dazu kommen zwei Samstagsspiele um 13:00 Uhr, die in der 18:30 Uhr-FreeTV-Zusammenfassung mitberücksichtigt werden sollen. Die drei für Sonntag vorgesehenen Matches wurden nach Fan-Protesten von 13:00 Uhr auf 13:30 Uhr verschoben. Was bleibt ist die Montagspartie um 20:15 Uhr.

Insgesamt haben sich 39 Bieter registriert, die sich für 37 Pakete bewerben. „27 davon für die Ausstrahlung im Fernsehen (für die Vertriebswege Kabel, Satellit sowie teilweise für Kabel und Satellit in Kombination), drei für IP-TV, vier für Web-TV und drei für mobile Dienste“, erklärt der DFB. Am spannendsten wird wohl die Vergabe der Pay-TV-Rechte. Mit Disney konkurriert zum ersten Mal ein globaler US-Unterhaltungskonzern mit dem einheimischen Anbieter Premiere. Vergeben werden die Rechte entweder für drei oder für vier Spielzeiten.

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