Apple: Kommt 2009 die iPhone-Familie?

Die Apple-Fangemeinde ist unersättlich: Kaum stehen die neuen MacBooks in den Regalen, drängt sich bereits die Frage nach dem 'next big thing' auf. Schon in zehn Wochen ist es nämlich wieder soweit: Auf der jährlichen Hausmesse MacWorld Expo gibt Steve Jobs einen Ausblick auf das kommende Apple-Jahr. Während die Gerüchte um neue Wunderprodukte hochkochen, erscheint ein großes Upgrade des derzeit heißesten Produkts derzeit am wahrscheinlichsten: Das iPhone könnte nämlich Nachwuchs bekommen...

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In der letzten Woche war so weit: Die ersten der neuen MacBooks haben die Händler erreicht. Das Weihnachtsgeschäft kann also kommen. Doch bereits jetzt fragen sich Mac-Aficionados: Was kommt danach?

Die Frage ist nicht unbegründet, denn in rund zehn Wochen lädt Apple erneut zur turnusmäßigen Produktshow ein – der längst legendären MacWorld Expo. Seit jeher schlägt die mehrtägige Hausmesse den Ton für das kommende Jahr an. So war es 2005 mit der Einführung des Mac minis und des iPod Shuffles und 2007 mit der Einführung des iPhones. Die Umstellung auf Intel Prozessoren 2006 und die Vorstellung des MacBook Airs in diesem Jahr gerieten dagegen vordergründig zur Enttäuschung, da neue bahnbrechende Produkte fehlten.

Setzt sich der Trend fort, könnte 2009 wieder im Zeichen des großen Wurfs stehen. Doch was kommt, nachdem das Kultunternehmen aus Cupertino den Computer, den MP3-Player und schließlich das Telefon revolutionieren hat?

Blickt man auf die Innovationszyklen der jüngeren Geschichte könnten zu hohe Erwartungen überzogen sein. Es war 1997, als Steve Jobs den iMac einführte. Rund vier Jahre später kam die erste Version des iPods auf den Markt (2001). Bis zur Markteinführung des iPhones im Juni 2007 sollten jedoch fast 6 Jahre vergehen! Einen veritablen neuen Quantensprung im Produktportfolio sollten Apple-Fans demnach nicht wirklich erwarten.

Was könnte Apple auch anbieten? Eine Weiterentwicklung von AppleTV, das für Steve Jobs noch immer „ein Hobby“ ist? Eher nicht unter diesen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.  („I think the whole category is still a hobby right now. I don’t think anybody has succeeded at it and actually the experimentation has slowed down.“)  Vielleicht doch ein Billig-MacBook gegen die Rezession?  Höchst unwahrscheinlich, schließlich weiß Apple nicht, „wie man einen 500 Dollar-Computer baut, der kein Müll ist“, erklärte Jobs unlängst auf dem Conference Call mit Nachdruck. („We don’t know how to make a $500 computer that’s not a piece of junk, and our DNA will not let us ship that“)

Das viel zitierte Netbook, das andere auch den Tablet Mac nennen, ein Zwischenstück zwischen MacBook und dem iPhone also? Was Steve Jobs davon hält, war letzte Woche ebenfalls in der Telefonkonferenz zu erkennen. Zwischen den Zeilen war herauszuhören, dass Jobs das iPhone nämlich selbst für das Netbook hält: Schließlich bietet das mobile  Kultprodukt alles, was ein Kleinstlaptop auch bieten würde – außer einer größeren Tastatur. („Being connected via the cellular net wherever you are, an iPhone is a pretty good solution“) Und wenn der noch junge Netbook-Markt tatsächlich reifer werde,  habe Apple „einige ziemlich interessante Ideen“ parat, ließ Jobs letzte Woche durchblicken.

Der vermeintlich große Wurf könnte daher der bisherige sein – nämlich die nächste Version des iPhones. Zwar ist Apples neuer Superstar, der sich im vergangenen Quartal bereits unglaubliche 7 Millionen Mal verkaufte, aktuell bei weitem das beste Produkt im Portfolio – doch das gegenwärtige Pricing erlaubt es Apple, dass sich der Siegeszug über die ganze Welt noch viel umfassender erstrecken könnte,  wenn  es denn noch erschwinglicher angeboten wird. „Well, I think we have to be the best and I think we have to not leave a price umbrella underneath us…“, hatte sich der visionäre Apple-CEO unlängst vielsagend zur Zukunft des iPhones geäußert.

Das könnte schon im nächsten Jahr Realität werden, wenn Jobs eine 99-Dollar/Euro-Version vorstellt. Ob Apple das iPhone dafür in einer ähnlich abgespeckten Version anbietet wie einst den iPod, ist noch eine ganze andere Frage. Ein kleineres Display oder eine eingeschränkte Funktionalität könnte die Attraktivität des Budget-Modells nämlich wieder mindern, glaubt Technologieexperte Henry Blodget: „Das wären dann keine iPhones mehr – sondern Enttäuschungen“, so der frühere Merrill Lynch-Analyst.

Einzige Alternative: Die heutigen  iPhones setzen den Standard – von unten. Premium-Modelle mit höherem Speicher, neuen Applikationen und vielleicht  – endlich – einer besseren Kamera könnten die höherpreisige Alternativen innerhalb einer echten  iPhone-Familie werden. Wenn das keine Grund zur Vorfreude wäre!

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