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Forbes-Chef: Der Kapitalismus rettet uns

Extreme Zeiten erfordern extreme Maßnahmen: Es kommt nicht so häufig vor, dass sich ein Herausgeber selbst zum Titelheld seiner Publikation macht. Exakt das ist nun bei einem der renommiertesten Wirtschaftsmagazine der Welt passiert: Niemand anderes als Steve Forbes ziert die aktuelle Ausgabe des Forbes Magazins – und spendet dabei mitten in den Turbulenzen der Krise Zuversicht. Seine Coverstory trägt den hoffnungsvollen Titel: "How Capitalism Will Save Us".

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Die turbulenten Tage reißen nicht ab. „The new hard times“ titelte vor zwei Wochen das renommierte „Time Magazine“ und machte mit einer hungrigen Menschenschlange in Schwarzweiß-Optik aus den 30er-Jahren auf. Eine Woche zuvor noch hatte „Time“ besorgt gefragt: „Who can rescue the economy?“ – und dabei auch die Möglichkeit offen gelassen, dass dies weder Barack Obama noch John McCain – also:  „niemand“; (no one) könne.

Ganz andere Schlagzeilen sind dagegen seit Freitag in einem der renommiertesten  Wirtschaftsmedien der Welt zu lesen: „How Capitalism Will Save Us„, ist da in großen Lettern auf dem „Forbes Magazine“ zu lesen. Auf dem Cover: niemand anderes als der Herausgeber Steve Forbes selbst! Tenor: Die Krise ist zwar ernst, aber beherrschbar.

Steve Forbes: Wirtschaft zieht bereits im Frühjahr wieder an

Forbes‘ Cover-Stunt ist umso bemerkenswerter, zumal der inzwischen 61-Jährige als medienscheu gilt – und nicht gerade dafür bekannt ist, sich in den Vordergrund zu drängen. Tatsächlich ist es das erste Mal, dass der frühere Präsidentschaftskandidat das Titelbild seines eigenen Magazins ziert.  

Die Idee dazu kam dann auch aus der Redaktion – und nicht von Forbes selbst: „Steve Forbes, unserer Chefredakteur, ist weltweit für seine ökonomische Expertise und Analyse bekannt“, erklärt die Pressesprecherin Monie Begley gegenüber der „New York Times“.  „Wer wäre also besser geeignet, die Diskussion über die Marktkrise zu führen?“

Forbes, der im amerikanischen Wahlkampf John McCain als Berater unterstützt, ordnet die Krise in seiner  Titelgeschichte als übertrieben ein: „Die amerikanische und europäische Wirtschaft wird nicht später als bereits im nächsten Frühling wieder anspringen“, ist Forbes zuversichtlich. Gebeutelte Anleger würden ihm nur allzu gern glauben…

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