„Playboy“-Traumjob: die MEEDIA-Favoriten

Finanzkrise? Schlechtes Wetter? Depri-Stimmung? Nicht beim "Playboy". Das Hasen-Heft sucht via Stellenanzeige einen Reporter für einen, wie es heißt "absoluten Traumjob". Auf Weltreise soll über das "Flirt- und Erotikverhalten" in aller Welt reportiert werden. Voraussetzungen: Erfahrung (u.a. im Schreiben), mehrere Sprachen, Flirt-Affinität und: man muss ungebunden sein. MEEDIA hat sich in der Branche umgeschaut und stellt aussichtsreiche Kandidaten für den Top-Job vor.

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Franz-Josef Wagner

Was für ihn spricht:

Ist völlig schmerzfrei. Wagner ist ein Meister der unkonventionellen Formulierung. Reporter mit sehr, sehr vielen Ecken und Kanten. Ganz alte Schule – offenes Hemd, filterlose Gitanes, Outlaw-Frisur. Hat mit „FJW“ ein cooles Namenskürzel. Vereinigt in sich die Schreibkunst, Reporter-Instinkt und den notwendigen Hang zur Libido. Zitat von Henryk M. Broder: „Er wacht mit dem dringenden Bedürfnis auf, seine Morgenlatte literarisch zu veredeln.“ Ein Vieh von einem Reporter.

Was gegen ihn spricht:

Mit 65 eigentlich zu alt für den Job. Unberechenbar. Haare und Ansichten oft zu wirr.

Matthias Matussek

Was für Ihn spricht:

Ist völlig schmerzfrei. Befingert in seinen Web-Videos mit einer Goethe-Handpuppe gerne hübsche Frauen (Flirt-Faktor). Hat neue Standards in Sachen offenes Hemd vor der Kamera gesetzt (Erotik). Wirkt körperlich gesund. Verkörpert eine Mischung aus Intellekt und weltläufiger Männlichkeit. Verfügt über viel Auslandserfahrung (New York, London, Rio…).

Was gegen ihn spricht:

Dummerweise verheiratet, angeblich glücklich.

Benjamin von Stuckrad-Barre

Was für ihn spricht:

Ist völlig schmerzfrei. Hat Erfahrung mit Promi-Frauen, war mit Komikerin Anke Engelke und Moderatorin Sarah Kuttner liiert. Glatze gilt immer als potent. Wirkt cool. Hat diverse Bücher geschrieben und sieht trotzdem nicht aus wie eine Brillenschlange. Pop-Literat. War Autor bei der „Harald Schmidt Show“ als sie noch lustig war.

Was gegen ihn spricht:

Wirkt zu grüblerisch. Klagt, wenn Witze auf seine Kosten gemacht werden (Toilettenwitz beim mittlerweile vergessenen Online-Portal Thema 1, Witz-Werbung in der „Titanic“).

Don Alphonso

Was für ihn spricht:

Bloggender Wüterich aus Bayern. Besitzt Domizil am Tegernsee. Fährt oft nach Italien. Pflegt stilvolle Kleidung und Konversation (nur offline). Haust in Bayern in einem uralten Gemäuer.

Was gegen ihn spricht:

Ist nicht völlig schmerzfrei. Interessiert sich augenscheinlich mehr für Stuck, fette Torten und alte Lederkoffer.

Kurt Molzer

Was für ihn spricht:

Der Mann hat Erfahrung und einschlägige Kompetenzen. Seine Sex-Kolumnen in „GQ“ sind legendär („Kurt versucht es wenigstens“). Er besitzt original Wiener Schmäh und eine sehr große Nase. Ist absolut und völlig schmerzfrei.

Was gegen ihn spricht:

Nichts, außer: Er ist derzeit blöderweise beim Konkurrenzblatt „Penthouse“ als Chefredakteur unter Vertrag.

Ulf Poschardt

Was für ihn spricht:

Sieht gepflegt aus. Hat eine Doktorarbeit über Discjockeys geschrieben und ein Buch über Sportwagen. Fährt selbst auch Sportwagen. Gilt als „Feuilleton Skandalnudel“ („Telepolis“), das macht ihn interessant. Ein cooler Intellektueller. Darauf fahren die Weiber ab. Vor allem im Ferrari. Wirkt zumindest ziemlich schmerzfrei.

Was gegen ihn spricht:

Ein Hauch des Scheiterns umweht ihn – er ist auf die gefälschten Tom-Kummer-Interviews beim „SZ Magazin“ reingefallen, hat die deutsche „Vanity Fair“ nicht zum Laufen gebracht. Entwickelt manchmal seltsame Sprachbilder („Movers and Shakers“).

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