„Dr. House“ zurück zu alter Stärke

Nach zwei Wochen, in denen die Serie ein kleines bisschen schwächer als zuletzt lief, hat RTLs "Dr. House" am Dienstag wieder die 4-Mio.-Hürde übersprungen. 4,03 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen zu und führten den Arzt zum Tagessieg an einem wie immer herausragenden RTL-Dienstag. Denn: Auch die Plätze 2, 3, 4, 5 und 6 gingen an die Kölner. Die Sat.1-Komödie "Eine bärenstarke Liebe" versagte unterdessen bitter mit einem Marktanteil von nur 7,3%.

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Nur 900.000 Werberelevante schalteten den Film ein, obwohl er eine TV-Premiere war. Selbst RTL II und kabel eins hatten in der Prime Time mehr junge Zuschauer. So kletterte „Zuhause im Glück“ bei RTL II auf 8,9%, Jack Nicholson schaffte bei kabel eins mit „About Schmidt“ immerhin 7,6%. Anders das Bild bei Vox: „Mein Restaurant“ fühlt sich auf dem Dienstags-Sendeplatz weiterhin nicht sehr wohl. Zwar stieg der Marktanteil im Vergleich zur Vorwoche leicht an, doch die erreichten 6,0% liegen klar unter den Zahlen, die die Reihe freitagabends erzielt. In die Tages-Top-Ten schaffte es neben RTL einzig ProSieben: „Switch Reloaded“, „Singing Bee“ und „Die Simpsons“ finden sich dort – die beiden erstgenannten allerdings nur mit eher unbefriedigenden Marktanteilen von 10,8% und 10,5%. Große Quoten sind gegen die RTL-Dienstagsserien einfach nicht zu holen.

Die Dienstags-Quoten in der Detail-Analyse:

RTL (12-Monats-Durchschnitt: 15,6% / Dienstag: 19,1%): Die herausragendsten Marktanteile beascherten den Kölnern natürlich „CSI: Miami“ und „Dr. House“ mit 27,3% bzw. 31,9%. Doch auch der Auftakt neuer „Psych“-Folgen, „Law & Order“ und am Vorabend „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ schafften den Sprung auf 20% und mehr. Die Verlierer des Tages hießen diesmal „112 – Sie retten dein Leben“ mit 10,4% und „Die Oliver Geissen Show“ mit 11,1%.

ProSieben (12M: 11,7% / Di: 10,4%): Der ProSieben-Dienstag bleibt klar unter seinen Möglichkeiten. „Singing Bee“ und zwei der drei „Switch Reloaded“-Folgen schafften nur wenig mehr als 10%, der Rest des Abendprogramms blieb im einstelligen Marktanteilskorridor. So erreichte die erste „Switch Reloaded“-Episode um 21.10 Uhr nur 7,6%, „TV total“ am späteren Abend auch nur 9,5%. Bessere Zahlen gab es am Nachmittag und Vorabend: zunächst 17,7% für „We are Family!“, später 16,1% und 16,5% für „Die Simpsons“.

Sat.1 (12M: 10,8% / Di: 10,4%): In der Prime Time war Sat.1 eindeutig der große Verlierer des Tages. 7,3% für einen erstmals ausgestrahlten, eigenproduzierten TV-Film sind eindeutig zu wenig. Auch „Akte 2008“ erholte sich nicht wirklich davon und blieb bei gerade noch mittelmäßigen 10,5% hängen. Einen Tick besser als am Montag erging es immerhin dem Vorabend: „Anna und die Liebe“, „Lenßen & Partner“ und „K 11“ erreichten diesmal 9,4% bis 10,1%. Die höchsten Sat.1-Marktanteile gab es aber wieder am Nachmittag: „Richter Alexander Hold“ kletterte auf 18,0%, „Niedrig und Kuhnt“ auf 18,3%.

Vox (12M: 7,7% / Di: 8,0%): „Mein Restaurant“ kommt am Dienstagabend nicht so richtig vom Fleck. Mit 6,0% bleibt die Reihe auf dem Niveau, auf dem die Vox-Dienstags-Prime-Time seit Monaten festhängt. „Goodbye Deutschland!“ rutschte mit 5,5% noch darunter, erst spät in der Nacht gab es bessere Marktanteile. Die beiden einzigen relevanten zweistelligen Marktanteile bescherten dem Sender „McLeods Töchter“ mit 13,5% um 14 Uhr, sowie „Das perfekte Dinner“ mit 11,5% um 19 Uhr.

Das Erste (12M: 7,6% / Di: 5,8%): Der 18.50-Uhr-Sendeplatz, auf dem 2009 die Telenovela „Made in Germany“ für einen Umschwung sorgen soll, liegt derzeit noch recht brach. Zwar hat „Türkisch für Anfänger“ dem Ersten mit diesmal 6,5% einen leichten Aufwärtstrend beschert, doch der Marktanteil liegt klar unter den Zielsetzungen. Noch schlechter läuft es im jungen Publikum wie gehabt für „Das Quiz mit Jörg Pilawa“: 3,2% sind miserabel. Die Prime-Time-Serien „Die Stein“ und „In aller Freundschaft“ erzielten diesmal 6,5% und 6,9%. Zweistellig wurde es bei der 20-Uhr-Tagesschau“ (10,0%) und am Nachmittag für den „Sturm der Liebe“ (12,0%).

ZDF (12M: 7,2% / Di: 5,9%): Im ZDF lief es am Dienstag für eine Reportage und eine Doku am besten. „Eine Nacht im November“ kam im jungen Publikum diesmal auf 7,3%, „37 Grad: Plötzlich war ich 100“ später sogar auf 7,4%. Nicht mithalten konnte vor allem der Vorabend: Die „SOKO Köln“ rutschte auf 5,7%, „Die Rosenehim-Cops“ auf 5,8%.

RTL II (12M: 6,2% / Di: 6,6%): Die Dienstags-Prime-Time ist für RTL II derzeit eins der geringsten Probleme. Alle Programme zwischen 20.15 Uhr und 1.35 Uhr nachts schafften starke Zielgruppen-Marktanteile von 8,6% bis 9,8%. Für den höchsten Wert sorgte dabei „Die RTL II-Schicksalsreportage“. Schwach erging es RTL II hingegen wieder am Vorabend. Wie immer, möchte man sagen.

kabel eins (12M: 5,4% / Di: 6,3%): 10,9% – ein toller Wert für die Nachmittagsreihe „Abenteuer Alltag – so leben wir Deutschen“. Ohnehin kann sich kabel eins sehr über die Dienstagsquoten freuen. Zwischen 15.05 Uhr und 22.40 Uhr gab es ausschließlich Marktanteile von 7% und mehr, erst danach ging es etwas abwärts. Jack Nicholsons „About Schmidt“ erfreute um 20.15 Uhr immerhin 910.000 Werberelevante – ein Marktanteil von 7,6%.

Die kleineren Sender: Für die stärksten Quoten bei den kleineren Sendern sorgten am Dienstag James Bond und die Münsteraner „Tatort“-Kommsissare. „James Bond 007 – Sag niemals nie“ kam im Bayerischen Fernsehen auf deutlich überdurchschnittliche 3,6%, die „Tatort“-Wiederholung im SWR Fernsehen sogar auf 4,0%. Im KI.KA und bei Nick erfreuten zudem drei Vorabend-Zeichentrickserien. „Yakari“ erzielte im KI.KA bis zu 6,2%, „Avatar“ und „SpongeBob“ bei Nick immerhin 3,2% und 2,9%. Völlig versagt hat hingegen die neue Coach-Doku-Soap „Liebe in Not“ im NDR Fernsehen: Nur 80.000 junge Zuschauer schalteten ein – 0,7%.

Das Gesamtpublikum: Extrem spannend war der Serienzweikampf zwischen dem Ersten und RTL im Gesamtpublikum. Am Ende setzte sich „In aller Freundschaft“ mit 5,37 Mio. Sehern durch, allerdings nur ganz knapp vor „Dr. House“ (5,25 Mio.), „Die Stein“ (5,24 Mio.) und „CSI: Miami“ (5,20 Mio.). 170.000 Zuschauer Abstand zwischen den Plätzen 1 und 4 – das gibt’s nicht oft. Andere Sender hatten in der Prime Time logischerweise keinerlei Chancen, das ZDF findet sich mit „Frontal 21“ und „Eine Nacht im November“ erst auf den Plätzen 14 und 17.

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