Das sagen deutsche Blogger zum Aus von StudiVZ-Chef Marcus Riecke

Kaum ein Journalist war näher am Thema StudiVZ, als der FAZ-Netzökonom Holger Schmidt. Immer wieder veröffentliche Exklusives über die Holtzbrinck-Tochter. In seinem Blog plaudert Schmidt nun ein wenig aus dem Nähkästchen: „Riecke hätte es wohl gerne gesehen, wenn sich StudiVZ enger an den amerikanischen Konkurrenten Facebook angelehnt hätte. (…) Riecke hätte wohl gerne einen anderen […]

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Kaum ein Journalist war näher am Thema StudiVZ, als der FAZ-Netzökonom Holger Schmidt. Immer wieder veröffentliche Exklusives über die Holtzbrinck-Tochter. In seinem Blog plaudert Schmidt nun ein wenig aus dem Nähkästchen: „Riecke hätte es wohl gerne gesehen, wenn sich StudiVZ enger an den amerikanischen Konkurrenten Facebook angelehnt hätte. (…) Riecke hätte wohl gerne einen anderen Online-Vermarkter ausgesucht, der mehr Erfahrung und eine bessere Technik als der hauseigene Vermarkter GWP hat. Doch Holtzbrinck bestand darauf, dass GWP weiterhin das Netzwerk vermarktet.“

Leicht angesäuert fasst alles2null.de-Blogger Uwe Ramminger den Führungswechsel zusammen: „Holtzbrinck hat wohl endgültig die Schnauze voll gehabt, denn bisher hat sich der 85-Millionen-Euro Einkauf immer noch nicht monetarisiert, nicht mal ansatzweise. Zwar wurden von Riecke immer neue und neue Klick-Rekorde vermeldet bzw. eine Begründung fürs Klick-Schwächeln gefunden, aber das macht ein Venture-Capital Unternehmen wie Holtzbrinck auf Dauer nicht glücklich. Jetzt ist er laut Holtzbrincks Verlagsmitteilung auf eigenen Wunsch gegangen. Wer`s glaubt wird selig.“

Lanu von boocompany.com lästert: „Hihi, Holtzbrinck verliert die Nerven. Kommt Jungs, nun macht schon. Tauscht den Laden gegen das Zurückziehen der Facebook-Klage ein, packt eure Sachen und werft euer Geld woanders aus dem Fenster.“

Shopping-Experte Jochen Krisch schreibt in sein Blog (Exciting Commerce): „Nicht völlig unerwartet trennt sich Holtzbrinck von StudiVZ-Geschäftsführer Marcus Riecke, der dort von Beginn an eine sehr unglückliche Rolle gespielt hat.“

Netzwertig-Autor analysiert dagegen Martin Weigert: „Die VZ-Gruppe schreibt trotz der rund 12 Millionen Mitglieder noch immer rote Zahlen. Vor zwei Monaten hatte Riecke in einem Interview mit Faz.net angemerkt, dass auch im Jahr 2008 das Wachstum des Social Networks Vorrang vor dessen Monetarisierung hat. Möglicherweise war man im Hause Holtzbrinck anderer Ansicht. Angriffsfläche gab es jedenfalls genug.“

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