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Ein Politik-Ressort für „Mopo“ und „Kurier“

Neues von der Heuschrecken-Front: "Hamburger Morgenpost" und "Berliner Kurier" bekommen spätestens zum Januar 2009 eine gemeinsame Politik-Redaktion. Damit sollen bei den Zeitungen der englischen Mecom-Gruppe von David Montgomery die Redaktionskosten weiter gesenkt werden. Nach Angaben von Kurier-Chefredakteur Hans-Peter Buschheuer ist die Zusammenarbeit eine "neue Stufe der Synergien" zwischen beiden Blättern, bei der es aber nicht um Personalabbau gehe.

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Erstmals wird bei dieser Form der Synergie-Bestrebungen die „Hamburger Morgenpost“ die Federführung haben. Die Redaktion von Chefredakteur Frank Niggemeier wird die Politikseiten täglich mit sechs Redakteuren produzieren und den Berlinern um Ober-Chefredakteur Hans-Peter Buschheuer, der für den Mecom-Bereich Kaufzeitungen verantwortlich zeichnet, zuliefern. Dessen drei Politikredakteure sollen künftig im Lokalen arbeiten. Am Freitagabend wurden beide Redaktionen über die neue Maßnahme informiert.

Buschheuer sieht die Maßnahme als Schritt zur Existenzsicherung beider Zeitungen. In einer Mail an seiner Mitarbeiter warb er um Verständnis: „Der Wettbewerb in Berlin ist härter, gleichzeitig aber sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für uns nicht unbedingt besser geworden. Wir haben in den letzten Wochen und Monaten feststellen müssen, dass die Kernkompetenz des KURIER – nämlich Berlin – gestärkt werden muss, um im Wettbewerb bestehen zu können. Unsere Möglichkeiten einer personellen Verstärkung der Lokalredaktion sind begrenzt, daher bleibt uns nur die vollständige Ausschöpfung der Optionen, die uns die Synergien mit der Hamburger Morgenpost bieten.“

Buschheuer verwies gegenüber MEEDIA darauf, dass in der nächsten Zeit eine Reihe von Redakteuren in den Vorruhestand gegen würden. Nicht alle Stellen könnten nachbesetzt werden. Deshalb sei es von entscheidender Bedeutung, jetzt die Handlungsfähigkeit des „Kuriers“ auf dem umkämpften Berliner Markt zu sichern. Synergien zwischen „Morgenpost“ und „Kurier“ seien zudem „keine Einbahnstraße“. Der „Kurier“ liefert seit langem Inhalte für die Ressorts Vermischtes und Auto sowie für die Sonntagsausgabe an die Hamburger Kollegen. Nur so sei es möglich, die Sonntagsausgabe der „Mopo“ profitabel zu betreiben.

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