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Firma von Niels Ruf vor der Pleite

Weltruf, die Produktionsfirma des TV-Moderators Niels Ruf, steht nach MEEDIA-Informationen kurz vor der Pleite. Die Firma sitzt offenbar auf einem Haufen unbezahlter Rechnungen und kann nicht zahlen. An Gläubiger wurde via Anwalt ein Schreiben verschickt, das MEEDIA vorliegt und aus dem hervorgeht, dass Weltruf in "erhebliche finanzielle Schwierigkeiten" geraten ist. Die Gläubiger sollen sich mit 25 Prozent ihrer Forderungen zufrieden geben, sonst drohe die Insolvenz.

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Weiter heißt es in dem Schreibenan die Weltruf-Gläubiger: „… ist leider festzustellen, dass unsere Mandantin sich außer Stande sieht, die an sie gerichteten Forderungen in der jeweiligen Höhe vollständig zu begleichen.“ Nun werde versucht, „ein drohendes Insolvenzverfahren über das Vermögen unserer Mandantin im Interesse aller Beteiligten abzuwenden.“ Des weiteren schreiben die Anwälte, dass von der Firma Weltruf nicht mehr als 25 Prozent aller Forderungen bedient werden können. Zinsen und Erstattung von Kosten seien auch nicht mehr drin. Offenbar sträuben sich einige der Gläubiger, das Angebot zu akzeptieren.

Sollten die Gläubiger hart bleiben, würde die Firma des einst als TV-Hoffnungsträger gehandelten Niels Ruf pleite gehen. Seine „Niels Ruf Show“ fand den Weg aus dem Pay-Kanal Sat.1 Comedy ins Hauptprogramm von Sat.1. Weil der Sender mit den Quoten unzufrieden war, wurde die Show aber immer weiter in die Nacht verlegt. Derzeit läuft sie noch samstags um 0.30 Uhr. Am 18. Oktober ist Schluss. Der Sender hat zwar verkündet, er wolle weiter mit Ruf zusammenarbeiten, Konkretes gibt es aber noch nicht. Ruf startete seine Karriere als Zoten-König in den Anfangstagen des Musiksenders Viva zwei. Später geriet er durch eine Liaison mit der TV-Komikerin Anke Engelke in die Schlagzeilen.

Rufs Geschäftspartner bei Weltruf ist der ehemalige Werbemanager und Geschäftsführer der Agentur TBWA Düsseldorf, Stefan Kiwit. Er ist mittlerweile Marketing-Geschäftsführer bei der Weltruf-Muttergesellschaft Senator Entertainment AG. Senator hat Mitte Februar 51 Prozent an Weltruf übernommen. Offenbar ist die Senator aber auch nicht gewillt, der strauchelnden Tochter unter die Arme zu greifen. Senator Entertainment hat nämlich selbst handfeste Finanzprobleme. Im ersten Halbjahr 2008 brachen die Umsätze auf rund 16 Mio. Euro ein, operativ schrieb Senator in dem Zeitraum einen Verlust von über 9 Mio. Euro, nach einem Gewinn von noch knapp 2 Mio. im Vorjahreszeitraum. Auch für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen rote Zahlen.

Es sieht düster aus für Weltruf. Neben der auslaufenden „Niels Ruf Show“ hat die Firma kaum noch Produktionsgeschäft. Nur von kleineren Produktionen wie dem „Slam Palast“ bei Sat.1 Comedy und ein paar Werbespots lässt sich nicht gut leben.

Bei der Firma Weltruf war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

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