Die erfolgreichsten Websites laut Google

Vor zwei Monaten hat MEEDIA erstmals die Zahlen des neuen Google-Tools AdPlanner analysiert, die u.a. zeigen, welche Websites die erfolgreichsten bei den deutschen Netz-Nutzern sind. Nachdem Google diese Zahlen nun aktualisiert hat, ist es Zeit für eine aktuelle MEEDIA-Analyse. Eins der Ergebnisse: Social-Communities boomen weiter, bei fast allen anderen Websites, insbesondere News-Angeboten zeigten die Pfeile im September nach unten.

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Zu den größten Gewinnern der Google-Zahlen gehören gleich drei sozale Netzwerke: schuelervz.net legte im Vergleich zum Juli um 1,70 Mio. Unique Visitors auf nun 9,10 Mio. zu, wer-kennt-wen.de verzeichnet ein Plus von 900.000 auf 5,10 Mio. und meinvz.net gewann 800.000 Unique Visitors hinzu und liegt nun bei 2,40 Mio. Alle drei deutchen Anbieter befinden sich damit auch weiterhin klar vor dem US-Angreifer facebook.com, der mit einem kleinen Zuwachs von 100.000 auf nun 1,90 Mio. Visitors auf Platz 69 des Deutschland-Rankings liegt.

Noch einmal zur Einordnung der Zahlen: Google verrät nicht, wie genau die in den Tools Google AdPlanner und Google Trends for Websites veröffentlichten Zahlen zustande kommen. Etwas geheimnisvoll spricht das Unternehmen von einer „automated analysis of millions of search queries and site visits“. Die erste MEEDIA-Analyse der Zahlen hat vor rund zwei Monaten jedoch ergeben, dass die Zahlen bereits erstaunlich gut sind und zumindest in der Rangfolge der Websites denen von etablierten Werkzeugen wie IVW oder AGOF entsprechen. Ein Unterschied in der Systematik ist der, dass Google den Traffic für einzelne Internet-Adressen errechnet, nicht für gesamte Pakete. So gibt es beispielsweise verschiedene Zahlen für t-online.de, t-home.de, t-mobile.de und nicht eine komplette Zahl für alle T-Online-Websites. Die Zahl der Unique Visitors, die Google für alle halbwegs populären URLs ausweist, bezieht sich dabei auf einen Zeitraum von 30 Tagen, die aktuellen Zahlen stammen aus dem 30-Tage-Zeitraum von Mitte August bis Mitte September.

Dieser Wertungszeitraum könnte auch Schuld daran sein, dass die überweigende Mehrzahl der Websites im Vergleich zum Juli Besucher verloren hat. So dürfte der Urlaubsmonat August dazu geführt haben, dass der Internet-Konsum schwach war. Rund 84% der von MEEDIA beobachteten tausenden Websites verloren Publikum. Zu den Ausnahmen gehören wie erwähnt vor allem einige einheimische Communities.  Daneben profitierten vor allem Fußball-Websites vom Start der neuen Bundesliga-Saison. fussball.de legte um 930.000 Unique Visitors zu, bundesliga.de um 360.000. Interessant auch der Boom des Browserspiels pennergame.de, das seine Zahlen um 142,1% verbessern konnte.

Auch an der Spitze des Rankings gibt es einige interessante Veränderungen. Die deutlichste, allerdings bereits vor zwei Monaten vorhergesagte: mozilla.com, Website des Firefox-Browsers. verlor über 60% seiner Unique Visitors und rutschte von Platz 2 auf Rang 10 der Liste. Grund: In den Wertungszeitraum im Juli fiel die Veröffentlichung des Firefox 3.0, die alel Nutzer der Software automatisch auf die Website brachte. Ganz vorn bleibt trotz eines Verlusts von 1,00 Mio. Besuchern ebay.de – mit 18,00 Mio. führt das Auktionshaus klar vor wikipedia.org und web.de. Die Google-Websites fehlen leider, da sich Google bei seinen eigenen Angeboten bedeckt hält und keine Zahlen veröffentlich. In Wahrheit dürften bei den Besucherzahlen also google.de, womöglich auch google.com und youtube.com noch vor ebay.de liegen. schuelervz.net sprang unterdessen von 12 auf 9, wer-kennt-wen.de sogar von 27 auf 17.

In der zweiten Hälfte unserer Top 50 setzt eine Website ihren Siegeszug fort, die wir aus rechtlichen Gründen nicht nennen. Zu sehen gibt es dort Streams von Tausenden aktuellen Kinofilme und Fernsehserien. Mit einem weiteren Plus von 300.000 Unique Visitors kletterte das Angebot von Platz 38 auf 28 und liegt nur noch knapp hinter bild.de. Die beiden einzigen weiteren Gewinner auf den Rängen 26 bis 50: partypoker.com (+0,20 Mio.) und firstload.de (+0,50 Mio.). Überdurchschnittlich stark zurück gingen die Zahlen für wetter.com. Das Minus von 31% ist allerdings keine große Überraschung, da der Traffic der Wetter-Websites immer sehr saisonanfällig sind.

Sehr trostlos sieht es diesmal auch bei den Nachrichten-Websites aus. 22 der 25 wichtigsten Konkurrenten verloren Nutzer, nur zwei gewannen hinzu. So wuchs handelsblatt.com um immerhin 50.000 Unique Visitors, Schwester-Website wiwo.de gewann 20.000 und drängt damit nytimes.com, die Website der „New York Times“ aus der Top 25. An der Spitze bleibt hingegen alles beim Alten. Trotz herber Verluste von 17,6% bleibt spiegel.de die Nummer 1 des Google-Rankings, gefolgt von bild.de und focus.de. Auf den ersten 14 Plätzen sieht die Liste genau so aus wie im Juli. Besonders bitter sehen die Verluste bei zoomer.de aus: Mit einem Minus von 190.000 Unique Visitors (-37,3%) landet man nun bei nur noch 320.000 – vor drei Monaten waren es mit 640.000 noch doppelt so viele. Diese dramatische Entwicklung dürfte sich auch in den kommenden AGOF-Analysen niederschlagen.

Je nachdem, wann Google sein nächstes Update der AdPlanner-Zahlen durchführt, werden wir Sie natürlich exklusiv auf dem Laufenden über die laut Google erfolgreichsten Websites Deutschlands halten.

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